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Duisburg
Die wichtigste Entscheidung vertagt

Duisburg: Die wichtigste Entscheidung vertagt
Der barrierefreie Umbau des S-Bahnhofs in Rahm soll vorgezogen werden, lautete ein Antrag in der Bezirksvertretung. FOTO: Fabian Strauch/Archiv
Duisburg. Zum Bahnareal in Wedau wird es eine Sondersitzung der Bezirksvertretung Süd geben. Mit 24 anderen Tagesordnungspunkten hatten die Politiker in ihrer Sitzung aber trotzdem genug zum Abstimmen. Von Monique de Cleur

25 Tagesordnungspunkte diskutieren die Mitglieder der Bezirksvertretung Süd am Donnerstagabend. Unter anderem fielen Entscheidungen zu folgenden Themen:

Brandschutz

Sechs Brandschutzmaßnahmen stehen 2016 im Süden an, für die die Stadt insgesamt 512 000 Euro investiert. Der größte Batzen von 310 000 Euro fließt in die Realschule. Dort erfolgt im ersten Obergeschoss eine Deckensanierung, außerdem werden Kabelbrandlasten entfernt. Weitere Brandschutzmaßnahmen werden umgesetzt in der Gesamtschule (65 000 Euro), im Kinderdorf (50 000 Euro), in der GGS Am See (40 000 Euro), im Bertolt-Brecht-Berufskolleg (25 000 Euro) und im Jugendzentrum Süd (22 000 Euro).

Lärmschutz

Auf Anfrage von Frederik Engeln (Junges Duisburg) ging es um die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Sittardsberger Allee, die 2012 als Pilotprojekt eingeführt worden war. Das Tempolimit von 30 km/h gilt von 22 bis 6 Uhr. Es soll zwischen Düsseldorfer Landstraße und Autobahnanschlussstelle Buchholz der A 59 die Anwohner vor nächtlichem Fahrlärm schützen. Bezirksamtsleiter Friedhelm Klein teilte dazu mit, dass die Beschränkung greife: Zwischen 4 und 6 Uhr hielten sich 90 Prozent der Fahrer an die 30 km/h; zwischen 22 und 4 Uhr 75 bis 80 Prozent. Da das ursprüngliche Pilotprojekt also wirke und es "so gut wie keine Beschwerden" gab, werde es fortgesetzt.

Barrierefreiheit

Der S-Bahnhof Rahm soll im Rahmen des Umbaus für den RRX eine barrierefreie Rampe erhalten. Diese Rampe, so ein Antrag von SPD, Grünen und Deniz Edis (Linke) soll zeitlich vorgezogen werden und schon jetzt die bisherige Treppenanlage ersetzen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen; Oberbürgermeister Sören Link soll nun in Verhandlungen mit der DB für die Umsetzung sorgen.

Wanderweg

Einen Rundwanderweg für Fußgänger und Radfahrer am Rahmer See wünschen sich SPD, Grüne und Deniz Edis (Linke). Nach Fertigstellung des Autobahnkreuzes Duisburg-Süd bestehe die Möglichkeit, entlang der A 524 und im Bereich Gewerbegebiet Großenbaum einen solchen Weg anzulegen; im Bereich Böckumer Burgweg könne auf diese Weise auch eine Verbindung nach Mündelheim und Serm geschaffen werden. Der Prüfantrag wurde einstimmig angenommen.

Wanheimer Markt

Auf Antrag der CDU sollte die Zufahrt zum Marktplatz in Wanheim baulich so eingeschränkt werden, dass dort keine sogenannten "Donuts" mehr mit quietschenden Reifen auf den Asphalt gebracht werden können. Über solche nächtlichen Ruhestörungen hatten sich zahlreiche Anwohner beschwert. Unterstützung fand der Antrag aber nur seitens CDU und Hannelore Bange (parteilos). Er wurde daher mehrheitlich abgelehnt. Das Argument der Gegner: Der Autolärm könne nur abgestellt werden, wenn der Marktplatz für Autos gesperrt werde. Er werde aber als Parkplatz benötigt.

Bahnareal

Die Entscheidung über die künftige Bebauung des ehemaligen Bahnareals zwischen Wedau und Bissingheim wurde vertagt: Zu diesem Thema wird es am Dienstag, 31. Mai, eine Sondersitzung der Bezirksvertretung geben. Die Uhrzeit wird noch bekannt gegeben.

Quelle: RP
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