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Duisburg
Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Oberbürgermeister

Duisburg. Ralf Herriger hat mit dem Duisburger Straßenverkehrsamt so schlechte Erfahrungen gemacht, dass er jetzt eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen OB Sören Link eingereicht hat. Das Amt sei personell so schlecht ausgestattet, dass es dort immer wieder zu extrem langen Wartezeiten kommt oder Kunden sogar nach Hause geschickt würden, weil deren Anträge aus Zeitgründen nicht bearbeitet werden könnten. Im März, als er seinen Wagen dort neu an melden wollten, seien von ca. 15 Schaltern höchstens vier besetzt gewesen. "Als um 11 Uhr der Schalter für die Ausgabe der Wartenummern schloss, wurden circa 20 Personen unabgefertigt nach Hause geschickt", habe er beobachtet. Diese Leute seien aufgefordert worden, "doch morgen wieder zu kommen". Für nicht hinnehmbar hält er zudem, dass das Straßenverkehrsamt statt bislang um 13 Uhr nun schon um 10.30 Uhr schließe. "Fakt: Meine Neuanmeldung kostete 49 Euro, die Abfertigung am Schalter dauerte noch keine zehn Minuten". Da können sich jeder den Stundenlohn selber ausrechnen.

"Eine weitere persönliche, negative Erfahrung machte ich mit den Standesämtern in Hamborn sowie Rheinhausen", schreibt Herringer weiter. Da er in Kürze heiraten wollen, habe er sich am 4. April beim Standesamt in Rheinhausen informieren wollen, wann er vorbeikommen könnte, um die nötigen Unterlagen einzureichen.

"Die kaum erstaunliche Antwort war, dies ist erst am 9. Mai möglich", weil man statt zu Viert nur noch zu Dritt sei. "Das Bürgerbüro habe ich am 17. März auf das Chaos beim Straßenverkehrsamt hingewiesen und um eine konkrete Rückantwort gebeten. Diese steht leider bis heute noch aus."

Quelle: RP
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