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Duisburg
Drogenhandel sollte Tennisunterricht finanzieren

Duisburg. Wegen gewerbsmäßigen Drogenhandels müssen sich seit gestern zwei 59 und 51 Jahre alte Homberger vor dem Landgericht verantworten. Zwischen Juli 2011 und bis zu ihrer Festnahme im Juni 2015 waren sie an 31 Drogengeschäften beteiligt gewesen sein. Insgesamt geht es um 7,6 Kilo Kokain, die den Besitzer wechselten. Der 59-jährige soll bei einer der angeklagten Taten eine geladene Gaspistole dabei gehabt haben, was ihm nun auch den Vorwurf des wesentlich strenger bestraften Handeltreibens mit Waffen einbringt. Bei einer Hausdurchsuchung war außerdem ein Revolver unter seiner Matratze gefunden worden.

Die beiden Angeklagten legten bei Prozessauftakt rückhaltlose Geständnisse ab: Sie kannten sich aus der Billard-Szene der 1980er Jahre, wo damals schon Rauschgift eine Rolle gespielt habe. Die aktuellen Taten hatten dagegen einen anderen Sport zum Hintergrund: So hatte der 59-Jährige, der selbst kein Rauschgift konsumiert, bereits im Vorfeld gestanden, mit dem Drogenhandel seine Tennistrainerstunden finanziert zu haben.

Ein Urteil wird voraussichtlich bereits am Dienstag gesprochen.

(BM)
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