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Duisburg
Mann soll Mädchen in Haus gelockt und missbraucht haben

Duisburg. In der vergangenen Woche soll ein minderjähriges Mädchen in einem leerstehenden Gebäude in Duisburg-Neumühl von einem 23-jährigen Afrikaner vergewaltigt worden sein. Der Mann habe sie in das Gebäude gelockt und dann überwältigt. Zeugen riefen die Polizei. 

Am Freitag, den 19. August 2016, soll ein 23-jähriger Mann aus Ghana am späten Nachmittag eine junge Frau in ein leerstehendes Gebäude in Duisburg-Neumühl gelockt haben. "Der Mann hat etwas gerufen und das Mädchen ist daraufhin in das Gebäude gegangen", sagt der zuständige Staatsanwalt Detlef Nowotsch auf Anfrage unserer Redaktion. Was genau er gerufen hatte, war nicht zu erfahren. In dem Gebäude sei es dann zur Vergewaltigung gekommen. 

Zeugen, die den Vorfall mitbekommen hatten, riefen die Polizei. Im Zuge der Fahndung wurde der 23-Jährige wenig später festgenommen. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen, teilte die Polizei mit Zu seinem Hintergrund ist wenig bekannt. "Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Flüchtling handelt, sicher können wir das aber derzeit nicht sagen", so Staatsanwalt Nowotsch. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der Mann im Landesasyl St. Barbara in unmittelbarer Nähe des Tatorts gelebt hat.

Aus ermittlungstaktischen Gründen werden derzeit allerdings keine weiteren Details zu den genauen Tatumständen veröffentlicht. Angaben zu den Vernehmungen des Verdächtigen macht die Staatsanwaltschaft ebenfalls nicht. "Wir machen alles, um den Tatvorwurf bestmöglich aufzuklären", sagte die Sprecherin.

Bestätigt wurde mittlerweile auch die auf diversen Facebook-Seiten kursierende Information, dass sich noch ein weiterer Jugendlicher mit den beiden Mädchen vor dem Gebäude aufgehalten hat. Auch seine Beteiligung an dem Geschehen werde noch geklärt, so die Sprecherin. Der Junge käme als Zeuge in Betracht.

(siev/sk)