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300 Jahre Duisburger Hafen
Duisburg bekommt einen neuen Logistikstandort

300 Jahre Duisburger Hafen: Duisburg bekommt einen neuen Logistikstandort
Das "Festzelt" für das Hafenjubiläum steht schon auf der Mercatorinsel. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Der Hafen hat das Gelände der Papierfabrik in Walsum gekauft. Dort entsteht logport VI - ein schönes Geschenk zum 300sten Hafen-Geburtstag. Von Carolin Skiba

Die Papierfabrik in Walsum ist seit Anfang des Jahres Geschichte. Gestern hat die Duisburger Hafen AG in einem Pressegespräch verkündet, dass sie das komplette Areal gekauft hat, um dort logport VI entstehen zu lassen. Duisport hat das knapp 40 Hektar große Gelände inklusive der bestehenden Hallen sowie der noch vorhandenen Produktionsanlagen aus der Insolvenzmasse in enger Abstimmung mit dem Land NRW und der Stadt Duisburg zu einem Betrag im einstelligen Millionenbereich erworben.

Zum 1. Oktober wird der vollständige Kaufpreis überwiesen, das Areal wandert mit diesem Zeitpunkt in den Besitz der Hafen AG. In die Aufbereitung des Geländes werde noch mal ein "deutlicher zweistelliger Millionenbetrag investiert", sagte Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Hafen AG gestern. Duisport werde auf dieser Hafen- und Logistikfläche starke Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte realisieren. Staake: "Wir wollen die Erfolgsgeschichte der logport-Idee nun auch in Walsum fortschreiben. Die Arbeitsplätze der Papierfabrik wollen wir nicht nur kompensieren, sondern unser Anspruch ist es, doppelt so viele Arbeitsplätze zu schaffen, wie verloren gegangen sind." In der Papierfabrik waren rund 300 Menschen beschäftigt.

Michael Groschek, NRW-Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, begrüßt die Pläne von duisport. "Wenn ein Industriebetrieb nach Jahrzehnten schließen muss, dann ist das immer bitter. Politik und Unternehmen haben um die Arbeitsplätze in der Papierfabrik gekämpft." Mit dem Projekt logport VI könne man jetzt aber wieder nach vorne schauen und dazu beitragen, dass NRW nicht nur seine Spitzenposition als Logistikstandort beibehalten, sondern weiter ausbauen könne. Groschek: "Wir vertrauen auf die Erfahrung von duisport, den Wirtschaftsstandort Hafen zu fördern und die Erfolgsgeschichte von logport I bis V nun auch in Walsum fortzusetzen."

Die Luftaufnahme zeigt, wo sich das Gelände für Logport VI am Rhein in Walsum befindet. FOTO: duisport

Walsum ist nach logport I das zweitgrößte Projekt der Duisburger Hafen AG in den vergangenen 16 Jahren. Auf dem Gelände sollen Gütertransporte von Straße, Schiene und Wasserweg trimodal koordiniert werden. Verbesserungen in der Anbindung werden in einem neuen Bebauungsplan vorgesehen. Der erste Bauabschnitt einer neuen Straßenerschließung zur Optimierung der Anbindung ist durch die Stadt Duisburg bereits eingeleitet. Auch die Verlagerung des Lkw-Verkehrs spielt eine große Rolle. Groschek: "Wir wollen, dass der Standort eine Anbindung bekommt, die entlastungsärmer wird." Etwa 18 Monate soll es dauern, bis der Standort fertig ist. Allerdings gibt es im südlichen Bereich des Areals nicht so viel Industrie zurückzubauen, wie im nördlichen. Das bedeutet, dass das erste Teilstück bereits Ende 2017 aufbereitet sein soll, so dass im Laufe des nächsten Jahres der erste Ansiedlungserfolg vermeldet werden kann.

Zusätzlich bekommt der Duisburger Hafen mit logport VI ein weiteres Standbein. Staake: "Der Duisburger Hafen hat bereits mit logport I und logport II zwei neue Häfen in Nordrhein-Westfalen geschaffen und baut jetzt einen weiteren im Duisburger Norden."

Quelle: RP
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