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Duisburg
Duisburg hofft auf 15 Millionen für Flüchtlingsintegration

Duisburg. Die Stadt will in Obermarxloh und in Neuenkamp Stadtteil-Anlaufstellen einrichten, die sich gezielt um die Integration von Flüchtlingen kümmern sollen. Für beide Vorhaben hat sie sich um Mittel aus einem neuen Sonderprogramm des Landes beworben. Außerdem hat sie auch Gelder für die Modernisierung von fünf Sportanlagen beantragt. Gesamtvolumen der Förderanträge aus Duisburg: knapp 15 Millionen Euro. Der Landestopf verteilt allerdings nur 72 Millionen auf ganz NRW.

"Uns ist bewusst, dass wir nicht alles gefördert bekommen können", weiß Christopher Mainka aus dem federführenden Baudezernat und hofft auf möglichst umfangreiche Berücksichtigung. Wegen der Wichtigkeit der Integrationsprojekte durchforstet die Stadt zugleich weitere Fördermöglichkeiten. Das Düsseldorfer Städtebauministerium kann das Volumen der eingegangenen Förderanträge noch nicht beziffern, spricht aber von einer "sehr großen Resonanz". Mitte März entscheidet eine Jury über die Vergabe der 72 Millionen.

In Obermarxloh an der Kamp-straße will die Stadt in einem leer stehenden Klassenturm des Schulkomplexes ein "Zentrum für integrative Bildung und Begegnung" (ZiBB) einrichten. Lehrpersonal und Berater sollen sich dort um Sprachförderung und Bildungsintegration von Zuwanderer- und Flüchtlingskindern kümmern. Als Bindeglied in den Stadtteil soll es zudem ein Stadtteilmanagement geben. Auf knapp drei Millionen Euro beziffert der Antrag die Kosten bis 2018 für nötige Investitionen und das Personal. Duisburg sei als Haushaltssicherungskommune "nicht in der Lage, kurzfristig auf die entstehenden Bedarf zu reagieren", unterstreicht er die Dringlichkeit und verweist auf die "Spaltung der Gesellschaft quer durch die Köpfe" angesichts steigender Flüchtlingszahlen. Groß ist der Druck auch in Neuenkamp, nicht zuletzt seitdem Flüchtlinge in der ehemaligen Hauptschule untergebracht sind. Eben dort, an der Paul-Rücker-Straße, will die Stadt einen Stadtteiltreff mit Kindertagesstätte, Kinder- und Jugendtreff und einem Sprachzentrum installieren und dazu Mittel in das heruntergekommene Jugendzentrum "Die Insel" und die bestehende Kita stecken. 3,7 Millionen Euro bräuchte die Stadt für Umbauten und Mitarbeiter. Die zusätzlichen Angebote des Stadtteiltreffs für Flüchtlinge wie Anwohner sollen dazu beitragen "den sozialen Frieden" zu wahren.

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