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Online-Petition wird übergeben
Loveparade-Opfer verlangen Strafprozess

Duisburg: Loveparade-Opfer verlangen in Online-Petition Strafprozess
Ein Kreuz und Kerzen sind am 24. Juli an der Unglücksstelle der Loveparade 2010 zu sehen. Betroffene und Angehörige haben im Rahmen der "Nacht der 1000 Lichter" in Duisburg an die Katastrophe bei der Loveparade 2010 erinnert. FOTO: dpa, mjh kno
Düsseldorf. Mit Hilfe von 350.000 Online-Unterstützern wollen Hinterbliebene sechs Jahre nach der Loveparade-Katastrophe einen Strafprozess erreichen.

Am Montag (11.00 Uhr) übergeben die Initiatoren einer Online-Petition dem Oberlandesgericht (OLG) in Düsseldorf die Daten der Unterstützer aus Italien, Spanien und Deutschland.

Bei dem Techno-Festival in Duisburg waren 2010 in einem Gedränge 21 Menschen ums Leben gekommen. Über 600 Besucher wurden verletzt. Die Initiatorin der Petition verlor bei dem Unglück ihren Sohn.

Nachdem das Landgericht Duisburg im April die Anklage gegen zehn Beschuldigte nicht zur Hauptverhandlung zugelassen hatte, legten Staatsanwaltschaft und Nebenkläger Beschwerde ein. Darüber muss in den kommenden Monaten das OLG entscheiden. Bislang sind die Akten aber noch nicht beim OLG eingetroffen.

Der Anwalt Julius Reiter, dessen Kanzlei eine Reihe von Angehörigen und Opfern vertritt, betonte, das OLG werde "selbstverständlich unabhängig und unbeeinflusst entscheiden". Die Petition bringe die Erwartung von Betroffenen und Öffentlichkeit an den Rechtsstaat zum Ausdruck.

Am Sonntagabend haben zahlreiche Menschen in Duisburg an die Opfer der Katastrophe erinnert. Bei der "Nacht der 1000 Lichter" entzündeten sie Hunderte Grablichter und stellten sie am Gedenkort und im Tunnel davor auf.

(dpa)
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