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Duisburg
Vandalismus lässt sprechende Mülleimer verstummen

Duisburg: Sprechende Mülleimer in der Stadt Opfer von Vandalismus
Einer der Papierkörbe auf der Königstraße in Duisburg. FOTO: Wirtschaftsbetriebe Duisburg
Duisburg. Viele der sprechenden Mülleimer in Duisburg sind schon wieder stumm. Vor knapp einem Monat ist die Aktion gestartet – 100 Papierkörbe haben geklatscht, gejubelt oder "danke" gesagt, wenn man sie benutzt hat. Die Wirtschaftsbetriebe vermuten, dass die Soundmodule absichtlich kaputt gemacht wurden. Von Antje Seemann

Eigentlich hat die Aktion eine lustige Geschichte: 100 Papierkörbe auf den Duisburger Einkaufsstraßen haben die Wirtschaftsbetriebe mit Soundmodulen ausgestattet. Sie sind Teil der Sauberkeits-Kampagne "Mach's rein" der Wirtschaftsbetriebe Duisburg. Wer die Mülleimer benutzt, wird bejubelt, beklatscht oder bekommt in verschiedenen Sprachen ein "Danke" aus der Tonne. Allerdings sind die Papierkörbe rund einen Monat nach Start der Aktion schon viel weniger geworden.

Die Soundmodule sind wohl dem Vandalismus zum Opfer gefallen. "Das ist sehr schade und auch ärgerlich", sagt Sprecherin Silke Kersken am Freitag unserer Redaktion. "Da wurden Kabel durchgeschnitten oder die Soundmodule auch raus gerissen." Aufgefallen ist den Wirtschaftsbetrieben das, weil sie drei Wochen nach Start die Module kontrollieren wollten, ob sie noch funktionieren und die Batterien noch voll sind.

Der Schaden sei noch nicht zu beziffern, weil nicht klar ist, wie viele Soundmodule noch funktionieren. Bis Herbst sollten die Mülleimer eigentlich noch sprechen. Vereinzelt gibt es sie laut Wirtschaftsbetrieben auch noch. Trotz der schnellen Ernüchterung durch den Vandalismus: Die Wirtschaftsbetriebe wollen es im kommenden Jahr mit einer neuen Aktion versuchen.

Quelle: RP
 
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