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Duisburg
Duisburg wird immer kleiner und älter

Duisburg: Duisburg wird immer kleiner und älter
Der Anstieg der Menschen über 65 wird in Duisburg deutlich zunehmen. In 25 Jahren ist jeder vierte Duisburger ein Senior. FOTO: ARchiv
Duisburg. In den kommenden 25 Jahren wird die Stadt weiter Einwohner verlieren. Im Jahr 2040 wird es deutlich weniger Kindergarten- und Schulkinder geben, dafür aber deutlich mehr Senioren. Von Hildegard Chudobba

Die Einwohnerzahl in unserer Nachbarstadt Düsseldorf wird bis 2040 um mehr als 13 Prozent steigen. Auch Essen wird zulegen, und ebenfalls der Kreis Kleve. Doch in Duisburg wird sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzen. Die Stadt wird wie die meisten Ruhrgebietskommunen und auch wie der Kreis Wesel Einwohner verlieren.

In der Kita: 12 500 Duisburger sind jünger als drei Jahre, Tendenz sinkend. FOTO: ThyssenKrupp Steel Europe Fotografie

Die Landesstatistiker sagen für unsere Stadt einen Rückgang um 4,9 Prozent voraus. Statt 486 900 Einwohner (1. Januar 2014) werden es zum gleichen Stichtag im Jahr 2040 nur noch rund 463 000 sein. Und gleichzeitig mit dem Bevölkerungsrückgang geht eine weitere Veränderung einher. Heute liegt hier der Anteil der über 80-Jährigen bei 5,8 Prozent (28 300). In 25 Jahren werden es 37 700 sein (8,1 Prozent) Noch viel stärker ist der Anstieg in der Gruppe der 65- bis 80-Jährigen. Heute stellt sie einen Bevölkerungsanteil von 15,1 Prozent. 2040 werden es 18,1 Prozent sein. Unterm Strich bedeutet das: Mehr als jeder vierte Duisburger gehört in 25 Jahren zur Gruppe der Senioren, demgegenüber wird der Anteil der Kinder immer weiter zurückgehen. Jünger als drei Jahre sind heute 12 500 Duisburger. Im Jahr 2040 werden es nur noch 11 000 sein. Rechnet man die Drei- bis Sechsjährigen hinzu (heute 12 800, künftig 11 300) fehlen der Stadt bald 24 Prozent "Nachwuchs". Den größten Einbruch mit 18,2 Prozent wird es in der Gruppe der 19- bis 25-Jährigen geben. 36 000 Duisburger zählen heute dazu, 2040 werden es nur noch 29 400 sein.

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Die Zahlen für sich genommen offenbaren kaum, welche Konsequenzen diese Entwicklung für eine Stadt hat. Weniger kleine Kinder heißt, dass das heutige Kindergartenangebot viel zu groß ist. Sinkt die Zahl der jungen Leute im schulpflichtigen Alter, dann bedeutet dies das Aus für so manche Bildungseinrichtung im Stadtgebiet. Auf der anderen Seite wächst der Bedarf nach altersgerechten Wohnungen, nach Pflegediensten und Altersheimen. Die Nahversorger müssen sich auf das älter werdende Publikum ebenso einstellen wie der Nahverkehr und die Anbieter von Freizeitaktivitäten. Und die Arbeitswelt sowieso.

Wandel: Zahlen und Fakten zum alternden NRW FOTO: dpa, Oliver Berg

Der Bevölkerungsrückgang in unserer Stadt wird sich laut der Prognosen ab 2025 gleichbleibend vollziehen. Dann wird die Einwohnerzahl vermutlich im Fünf-Jahre Abstand bis 2040 jeweils um 6000 sinken. Vorher wird Duisburg noch langsam schrumpfen. 2020 sollen noch 484 265 Bürger in unserer Stadt leben, 2025 dann 480 069.

Der Trend, aus Duisburg an den Niederrhein in den Kreis Wesel zu ziehen, wird sich vermutlich nicht mehr so deutlich fortsetzen. Im Gegenteil: Der Nachbarkreis verliert bis 2040 fast sieben Prozent seiner Einwohner, und damit mehr als Duisburg. Am 1. Januar 2014 lebten in den Dörfern und Städten des Kreis Wesel rund 457 000 Menschen, 2040 werden es nur noch gut 425 000 sein.

Quelle: RP
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