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Duisburg
Duisburg wird zum Gruselhotspot

Duisburg. Halloween ist ein Fest, das schon seit knapp 2000 Jahren gefeiert wird. Einmal im Jahr wird auch Duisburg von gruseligen Monstern heimgesucht, die auf verschiedenen Veranstaltungen auf ihre Kosten kommen. Von Jan Luhrenberg und Emelly Dikerman

Halloween hat eine lange Tradition. Aber nicht in der Form, wie wir das Fest des Gruselns heute kennen, an denen verkleidete Menschen als Zombie, Hexe oder Vampir durch die Stadt streifen.

Schon vor über 2000 Jahren feierten die Kelten in England ein großes Fest am 31. Oktober - an dem Tag, an dem laut Kalender das Jahr zu Ende ging. Die Menschen gedachten an diesem Tag auch der Seelen der Verstorbenen. Die Kelten glaubten fest daran, dass die Seelen der Verstorbenen in dieser Nacht als Geister auf die Erde zurückkommen, um in ihre Häuser zurückzukehren. Wenn Verstorbene den Weg nicht zurückfanden, irrten sie auf der Straße herum und spukten durch die Nacht.

Einige Jahrhunderte später, ungefähr im Jahr 800 Jahre, ernannte der Papst den 1. November zum Feiertag Allerheiligen. Folglich wurde aus dem alten keltischen Brauch ein Fest am Vorabend zu Allerheiligen. Der Begriff Halloween leitet sich aus dem Namen dieses Festes ab: Auf Englisch heißt es 'All Hallows' Evening' oder abgekürzt 'Hallows' E'en'.

Aus den USA über den Atlantik zu uns geschwappt, tauchte das Gruselfest in Deutschland verstärkt Ende der 90er Jahre auf. Jedes Jahr finden seitdem auch in Duisburg etliche Motto-Partys statt, die viele Besucher anlocken. In diesem Herbst findet unter anderem zum sechsten Mal der Imperial Halloween Run im Landschaftspark Nord statt. Nur mit einer Stirnlampe auf dem Kopf wandern Gruselfans in schaurigen Kostümen durch die alte Industrieanlage - Schreckmomente inklusive.

Auch für Kinder gibt es in diesem Rahmen ein besonderes Angebot. Neben einem Schülerlauf kürt eine Kids-Jury die besten Kostüme in einer Casting-Show. Vor und nach dem Lauf können die Kinder sich auch beim Kürbisschnitzen versuchen. Ab 18 Uhr beginnen die Wanderungen im Park, zunächst mit dem Schülerlauf. Anschließend besteht die Möglichkeit, zwischen zwei Längen zu wählen. Je nach Wunsch finden sich auf fünf oder zehn Kilometern schaurige Überraschungen.

Eine kulinarische Gruselerfahrung bietet die Kultkneipe Bolleke in Obermeiderich. Unter dem Motto "Horror Kitchen" wird laut Veranstalter nicht nur das Steak blutig serviert. Auch andere spezielle Halloween-Köstlichkeiten werden angeboten. Eine Verkleidung ist erwünscht und das beste Kostüm wird prämiert. Los geht es ab 20 Uhr.

Halloween ist auch ein Fest für Kinder, die verkleidet von Haus zu Haus ziehen und Süßigkeiten sammeln. In diesem Jahr veranstaltet das "Kinderzimmer unterm Dach" des Jugendkulturzentrums "Parkhaus" von 15.30 bis 17 Uhr eine kostenlose Halloweenparty für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren.

Für diejenigen, die den Tag vor Allerheiligen ruhiger verbringen wollen, gibt es reichlich Alternativen. Eine gruselig geschmückte Wohnung kann ein perfekter Treffpunkt für einen schaurigen Filmeabend voller Nervenkitzel sein. Zum Beispiel sind Klassiker, wie "Blair Witch Project" oder "Dawn of the Dead" auf dem Sender Tele 5 zu sehen. Auch in der UCI Kinowelt laufen kurz vor dem Gruselfest zwei neue Filme an, die den Zuschauer in Halloween-Stimmung versetzen. "Ouija - Ursprung des Bösen" ist seit vergangenem Donnerstag (20.10) zu sehen. "31 - A Rob Zombie Film" läuft ab dem 27. Oktober.

Die passende Dekoration für die eigenen vier Wände bietet unter anderem der Knüllermarkt an der Münzstraße. In einem separaten Zelt kann alles rund um das Gruselfest erworben werden: Schädel, Grabsteine und Skelette finden sich ebenso in der Themenwelt wie eine Musik-CD, die garantiert für Gänsehaut sorgt.

Egal wie das Halloween-Fest begangen wird, ein Kostüm ist Pflicht. In Duisburg gibt es eine Reihe von Kostümläden - in Innenstadtnähe befindet sich zum Beispiel der Laden Bodo Albes an der Ruhrorterstraße. Klassiker, die jedes Jahr sehr stark nachgefragt werden, sind zum Beispiel Frankensteins Monster, Zombie oder Vampir. Für ausgefallene Kostüme, die nicht jedermann trägt, müssen oft mehrere hundert Euro auf den Tisch gelegt werden.

Die kreativen Gruselfreunde schaffen Abhilfe: In wenigen Schritten ist ein individueller Grusel-Look geschaffen. Mit Make-Up und Narbentattoos werden mit wenig Geld- und Zeitaufwand Zombies und andere Gestalten geboren. Hilfreiche Anleitungen dazu gibt es reichlich im Internet. Wer künstlerisch aber eher ungeschickt ist, kann sich unter vorheriger Terminabsprache ein ausgefallenes Grusel-Make-Up im Beauty Center Averdunk zaubern lassen.

Quelle: RP
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