| 08.47 Uhr

Duisburg
Fahrplan für die Hafen-Akzente

Schimanski - historische Bilder von den Drehorten
Schimanski - historische Bilder von den Drehorten FOTO: RP-Archiv
Duisburg. Am Freitag werden die traditionellen Duisburger Kulturwochen unter dem Motto "Nah und fern - 300 Jahre Duisburger Hafen" eröffnet. Hier einige Tipps und Informationen zu besonders attraktiven Angeboten der kommenden Wochen. Von Peter Klucken

Die Akzente fangen gut an, allerdings nur aus der Sicht der Veranstalter: Die Eröffnung am Freitag, 26. Februar, in der Gebläsehalle des Landschaftsparks ist ausverkauft. Allerdings, und das wird das mögliche Publikum freuen, gibt es für die Wiederholungsveranstaltung am Abend darauf, noch Karten, die für zwölf, ermäßigt acht Euro im Vorkauf zu haben sind. Die Abende versprechen interessant zu werden. Das Klangkraft-Orchester ist dafür Garant. Videoprojektionen sollen den musikalischen Part der "Hafenzeit" untermalen.

Bereits jetzt weisen das Festivalbüro und das Stadttheater auf einige ausverkaufte Vorstellungen hin. Dazu gehören die Schauspielaufführung von Tankred Dorsts "Herr Paul" im Ruhrorter Lokal Harmonie. Olaf Reifegerste hat das preisgekrönte Stück inszeniert und es behutsam an einen spezifischen Ort verlegt: nämlich Ruhrort. Die Premiere am 2. März ist so "rappelvoll", dass man überhaupt keine Chance auf Kartenrückläufer habe. Mit etwas Glück kann man für die anderen Vorstellungen am 3., 11. und 12. März noch einzelne Karten bekommen, wenn die eine oder andere in den kommenden Tagen zurückgegeben oder nicht abgeholt wird.

Ausverkauft ist inzwischen auch der Abend am 9. März mit Kai Magnus Sting und Jupp Götz im Ruhrorter Festivalzentrum, das in den Räumen der Christengemeinde an der Landwehrstraße 55 eingerichtet wird. Der dortige Gottesdienstraum fasst rund 200 Menschen. Noch gibt es allerdings einige Karten für die erste Veranstaltung im neu-etablierten Festivalzentrum: Eine Live-Lesung mit dem bekannten Schauspieler und genialen Rezitator Rufus Beck, musikalisch begleitet von Tom Liwa und Giuseppe Mautone. Rufus Beck widmet sich unter dem Motto "Der Wal und der Fluss" einem Kapitel aus der Duisburger Stadtgeschichte, an das sich ältere Duisburger noch gerne erinnern: Vor 50 Jahren verirrte sich ein Beluga (Weißwal) in den Rhein, und der damalige Zoodirektor Dr. Wolfgang Gewalt versuchte vergeblich, das Tier zu fangen. Dieses Stück Lokalgeschichte soll an dem Abend (Beginn: 19.30 Uhr) lebendig werden (Eintritt: 8 Euro). Im Festivalzentrum kann man im Übrigen einige höchst vielversprechende Abende erleben, beispielsweise die choreografische Installation "Dead Reckoning" von Max Bilitza am 29. Februar und am 1. März oder "Der Übersee Container oder Cargo Cendrars" am 5. und 6. März. Das ist eine literarisch-musikalisch-audiovisuelle Inszenierung von und mit Nils Beckmann, Till Beckmann und Peter Eisold, die, so ein kundiger Mitarbeiter aus dem Festivalbüro, "toll" sein soll.

Auch das Filmforum beteiligt sich wieder an den Akzenten. Hier dürfte die Kartennachfrage an zwei Abenden besonders groß sein. Zum einen bei der "Großen Schimanski-Nacht" am 5. März und bei der "Zeitreise" zum Duisburger Hafen am 9. März. Den Abend moderiert Filmforum-Geschäftsführer Kai Gottlob; die historischen "stummen Filme" begleitet Joachim Bärenz, Deutschlands wohl bekanntester Stummfilmpianist live am Klavier. Der Vorverkauf für beide Filmabende beginnt am 26. Februar.

Das Theatertreffen ist stets ein Anker im Akzente-Programm. Einige Abende im Foyer III und im Opernfoyer sind bereits ausverkauft. So "Transit" am 29. Februar und 1. März, die Premiere des neuen Stücks von Ingrid Lausund "Bin nebenan" am 5. März (für die Wiederholung am 10. März gibt es nur noch ganz wenige Karten) und "Die Welt in achtzig Tagen" am 9. März (wenige Karten für die Wiederholung am 10. März). Knapp werden die Karten für das Gastspiel des Burgtheaters Wien, das am 12. März mit "Sturm" nach Shakespeare im großen Saal des Stadttheaters gastiert.

Beachtung verdient auch das Akzente-Literaturprogramm der Stadtbibliothek. Dabei werden Renan Demirkan (2. März), Feridun Zaimoglu (7. März), Alex Capus (10. März) sowie Christian und Kai Brückner (12. März) im großen Konferenzraum "Kleiner Prinz" (Schwanenstraße 5-7) zu Gast sein, weil der mehr Besucher fasst als der Raum im Stadtfenster. Am meisten Karten im Vorverkauf wurden hier für die Lesung mit Alex Capus verkauft, der seinen Doku-Roman über Robert Louis Stevenson "Reisen im Licht der Sterne" vorstellen wird (Vorverkaufskarten gibt es in der Zentralbibliothek im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26).

Dreharbeiten für Schimanski-Film in Duisburg FOTO: Simon Goßen

Vorverkaufskarten für die meisten Akzente-Veranstaltungen gibt es im Servicebüro des Stadttheaters, Neckarstraße 1, Tel. 0203 28362100.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Duisburger Akzente 2016: Tipps und Infos für die Hafen-Akzente


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.