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Duisburg
Ruhrort ist wieder Akzente-Hafen

Duisburger Akzenten 2016 - Ruhrort ist wieder Akzente-Hafen
Jens J. Meyer hat die begehbare Installation "transartlantico" im Saal des Gemeindehauses an der Dr. -Hammacher-Straße 6 aufgebaut. FOTO: Reichwein
Duisburg. Der 300. Geburtstag des Hafens spiegelt sich im Motto der Kulturwochen wider. In Ruhrort werden 60 Akzente-Veranstaltungen angeboten. Darunter Ausstellungen bei freiem Eintritt. Von Peter Klucken

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 tat sich Duisburg als "Hafen der Kulturhauptstadt" hervor. Der Hafenstadtteil Ruhrort bekam damals naturgemäß eine besondere Rolle. Und auch bei den diesjährigen Akzenten mit dem Motto "Nah und fern. 300 Jahre Duisburger Hafen" steht wiederum Ruhrort oftmals im Mittelpunkt. Schließlich wurde hier mit dem Bau eines Hafenbeckens 1716 die Grundlage für den heute größten Binnenhafen der Welt geschaffen. Von den rund 110 Veranstaltungen finden fast 60 Theateraufführungen, Kunstprojekte, Konzerte, Vorträge oder Lesungen in Ruhrort statt. Bei einem Pressegespräch gestern ging es vor allem um einige Ausstellungen, die man ohne Eintrittsgelder besichtigen kann.

Im Saal des Gemeindehauses an der Dr.-Hammacher-Straße 6 kann man die begehbare Installation "transartlantico" des Hamburger Künstlers und Weltenseglers Jens J. Meyer erleben. Auf wellenförmigen Tüchern, die zwischen Decke und Boden mit Tauen gespannt sind, werden Bilder einer Reise mit einer Segelyacht von Hamburg bis Buenos Aires projiziert. Untermalt von Reisegeräuschen und komponierten Klängen, sieht man Hafenszenerien oder auch mal Delfine, die in der Bugwelle schwimmen. Die Ausstellung kann vom 27. Februar bis 13. März täglich zwischen 15 und 19 Uhr besichtigt werden.

Mit einer Verbindung von Sprache, Schrift und Licht rückt die Hamburgerin Sigrid Sandmann das Tausendfensterhaus an der Ruhrorter Straße 187 neu ins Bewusstsein. Ab Samstag wird die Künstlerin Gesprächsfetzen zum Thema Hafen, die sie bei ihrem Aufenthalt in unserer Stadt "aufgeschnappt" hat, auf die Fassade des Gebäudes projizieren. Zu sehen ist die sich immer wieder verändernde Licht-Wort-Projektion vom 27. Februar bis 13 März, jeweils von 18 bis 22 Uhr.

In ein großes "Aquarium" hat der Künstler Jörg Mazur den gläsernen Übergang der beiden Haniel-Gebäude an der Harmoniestraße verwandelt. "Ein Hoch aufs H2O" zeigt mehrere Delfinarten (im Maßstab eins zu zwei), die in dem Gebäudeteil zu schwimmen scheinen. Im Mittelpunkt der Meeressäuger-Schule befindet sich ein Beluga, also eine Kopie jenes "Weißen Wals", der vor 50 Jahren im Rhein auch an Duisburger Uferstrecken entlangschwamm und vom damaligen Zoodirektor Dr. Wolfgang Gewalt nicht gefangen werden konnte. Die Delfininstallation wird von unten mit farbigem Licht beleuchtet, so dass die Arbeit in der Dunkelheit besonders schön wirkt. Das Ladenlokal der ehemaligen Karstadtfiliale am Neumarkt 18b verwandeln 14 Künstlerinnen und Künstler des Atelier- und Ausstellungshauses "hafenkult" in ein "Orangelichtviertel". Die ausstellenden Künstler beschäftigen sich - häufig auch mit viel Witz - mit dem weiten Thema Hafen. Da wird das Klischee aufs Korn genommen, dass jeder Seemann in jedem Hafen eine "Braut" hat, die auf ihn wartet (weil sie seine Heuer will). Was man erlebt, wenn man eine Fensterklappe zur "Piepshow" öffnet, soll hier nicht verraten werden... Geöffnet ist die Ausstellung ab sofort bis zum Ende der Akzente am 13. März täglich von 15 bis 19 Uhr. Bis 22 Uhr laufen im Fenster Videoprojektionen.

Täglich geöffnet ist das Festivalzentrum "Heimathafen" an der Landwehrstraße 55. Mit Hilfe der Bühnenbildnerin Sigrid Trebing sind die Räume der Christengemeinde in eine Hafenkneipe zurück-verwandelt worden. Am Samstag eröffnet der Schauspieler Rufus Beck, musikalisch unterstützt von Tom Liwa und Guiseppe Matone, das Festivalzentrum mit einem Abend unter dem Motto "Der Wal und der Fluss". Die Veranstaltung ist ausverkauft.

Mehr im Programmheft, das in allen Bibliotheken und in anderen Einrichtungen ausliegt oder unter www.duisburger-akzente.de im Internet.

Quelle: RP
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