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Duisburg
Duisburger beteiligt an preisgekrönten Hörspielen

Duisburg. Auf den ARD-Hörspieltagen in Karlsruhe wurden die diesjährigen Hörspielpreise vergeben, darunter der Deutsche Hörspielpreis, der Publikumspreis sowie der Deutsche Kinderhörspielpreis. Die ARD-Hörspieltage sind das größte Festival für Hörspielkunst im deutschsprachigen Raum. Letztgenannter Preis ging an den deutsch-kroatischen Autor Zoran Drvenkar für sein Stück "Magdeburg hieß früher Madagaskar", eine Produktion von Deutschlandradio Kultur (DLR). Die Musik dazu komponierte der Duisburger Komponist Wolfgang van Ackeren, der seit geraumer Zeit für den in Berlin ansässigen Sender Kompositionen für Kinderhörspiele schreibt und einspielt (die RP berichtete). Sein "musikalischer Sparringspartner", wie ihn van Ackeren nennt, war bei dieser Produktion Dirk Friedrich an der chromatischen Mundharmonika. Beide gehören zum umtriebigen Künstlerkollektiv des Ruhrorter Lokal Harmonie. Von Olaf Reifegerste

In der Begründung der Jury über das DLR-Hörspiel heißt es: "Es geht um die Bedeutung von Freundschaft und darum, dass sie gerade in heiklen Situationen auf der Bewährungsprobe steht. Dazu erschafft der Autor (...) einen markanten Charakter, der selbstbewusst durchs Leben geht. Ohne mit schnellen und einfachen Schuldzuweisungen zur Stelle zu sein, berührt 'Magdeburg hieß früher Madagaskar' darüber hinaus das komplexe Problem häuslicher Gewalt und familiärer Spannungen, das Drvenkar äußerst kind- und jugendgerecht mit großer Abenteuerlust verknüpft."

Der Autor, Zoran Drvenkar, schreibt Romane, Gedichte, Theaterstücke und Kurzgeschichten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. 2002 erhielt er zusammen mit Martin Baltscheit auf der 31. Internationalen Kinder- und Jugendbuchausstellung (IKiBu) in Duisburg den Kinderbuchpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für "Der einzige Vogel, der die Kälte nicht fürchtet". Van Ackeren, der sich über den Preis an Drvenkar freute, sagte: "Wenn als Preisträger jedoch nur der Autor ins Rampenlicht rückt, geht dabei verloren, dass ein Hörspiel immer eine Teamarbeit ist. Bei dieser Produktion gehörten neben anderen noch Klaus-Michael Klingsporn als Regisseur und der tolle Alexander Brennecke am Ton dazu".

Beide, ebenso wie van Ackeren, waren außerdem an dem 2014 produzierten DLR-Kinderhörspiel "Einschwein" von Anna Böhm beteiligt, das auf den Hörspieltagen zudem den Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe erhielt, vergeben durch eine Kinderjury (was van Ackeren besonders freute), wie an der gerade eben erst fertig gewordenen Produktion "Ein Tannenbaum träumt" nach Motiven von Hans Christian Andersen, bearbeitet von Mario Göpfert, die ihre Ursendung am ersten Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, um 8.05 Uhr, hat.

Quelle: RP
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