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Duisburg
Duisburger Kulturzeitschrift: "Streif"-Zug durch die Stadt

Duisburg. Mehr Seiten, mehr Autoren, mehr Beiträge, mehr Verkaufsstellen: Das sind die auffälligsten Eckpunkte der zweiten Ausgabe gegenüber der ersten von "Streif", der Duisburger Kulturzeitschrift mit seinen Geschichten zur Stadt. Dieser Tage ist sie erschienen und ab sofort vielerorts in Duisburg erhältlich. Von Olaf Reifegerste

Mit 250 Exemplaren habe sich die Erstausgabe gut verkauft, berichtete Stacey Blatt, neben Martin Gensheimer, Holger Albertini und Elisabeth Höller, ebenfalls Herausgeber und Teil des Redaktionsteams von "Streif", beim Presseterm im Keller der St. Joseph-Kirche auf dem Dellplatz. Man habe diesen Ort für die neue Heftvorstellung deshalb gewählt, weil dieser neben vier weiteren ungewöhnlichen Orten in Duisburg, alle von Friederike Huft illustriert, ebenfalls in der Zweitausgabe vorkommt. Statt 54 Seiten 2014, bringe es die Ausgabe 2015 nun auf 70. Diese würden auch nicht mehr von nur 16 Autoren und Illustratoren gefüllt, sondern von 27. Trotz des Mehrumfangs und der Mehrbeteiligten in diesem Jahr bliebe der Verkaufspreis von "Streif" bei einer unveränderten Auflage von 550 Exemplaren aber bei sieben Euro.

Erhältlich ist die neue "Streif" vor allem in den City-Buchhandlungen (Scheuermann, Mayersche) und den Stadtteilbuchhandlungen (Flummi, Tausendundein Buch, Heinrich-Heine, Weltbühne, Was Ihr wollt, Lesezeichen, Bücherinsel, Filthaut), in einigen Museen (Lehmbruck Museum, Kultur- und Stadthistorischen, Museum der Deutschen Binnenschifffahrt), im Ruhr.Visitorcenter sowie in bestimmten Insider-Läden (Onkel Stereo, Café Glück). "Mit 'Streif' wollen wir im Übrigen auch die hiesigen Buchhandlungen unterstützen", betonte Blatt.

Auch die zweite Ausgabe sei wieder eine gelungene Mischung aus Gedichten, Kurzgeschichten, Essays, Fotos, Zeichnungen, Street Art und Comics, sagte sie. Und so mancher Text käme wie eine Art Stadtbeschreibung von Duisburg daher. So heißt es im Text "Tausendfensterhaus" von Werner Muth: "In Beeck roch es nach Bier. In Laar nach allem Möglichen wie hier. Am Tausendfensterhaus in Ruhrort, bekam ich Schiss vor dem Koloss mit seinen tausend Augenhöhlen."

"'Streif' ist wie ein Streifzug durch die Duisburger Kulturszene. Eine Gegenüberstellung von etablierten Künstlern und neuen Talenten, lieblich und schräg", heißt es im Editorial. So sind gestandene Texter dabei wie Hermann Kewitz, Mark Ammern, Ralf Koss/Kees Jaratz, Helmut Loeven und Youssef Zemhoute beispielsweise, aber auch junge wie Sandra Da Vina und Charlotte Urbanek. Die Illustrationen, ob Zeichnungen oder Fotos, stammen unter anderem von Kerstin Müller-Schiel, Ulf K., Fee Brandenburg, Susanne Gwisdalla, Thomas Seyffert und Susan Feind.

Finanziert wird "Streif" vor allem durch einen Zuschuss des Kulturbeirats, durch die Sparkasse Duisburg und durch den Verein "proDuisburg".

Quelle: RP
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