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Duisburg
Duisburger Philharmoniker spielten gestern für 1100 "Jekis"

Duisburg. Das Wichtigste am gestrigen Vormittag der Duisburger Philharmoniker für "Jeki", die Landes-Initiative "Jedem Kind ein Instrument", war ein Politikerwort. Als NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff gemeinsam mit Duisburgs Kulturdezernent Karl Janssen und Kulturhauptstadt-Generalsekretär Oliver Scheytt die 1100 "Jekis" im Publikum begrüßte, sagte er, er sei sich "ziemlich sicher", dass die Duisburger Musikschule erhalten bleibe. Von Ingo Hoddick

Musikschule "ziemlich sicher"

Grosse-Brockhoffs Versprechen, eben "jedes Kind" dürfe sich ein Instrument aussuchen und letztlich auch mit nach Hause nehmen, sorgte im Theater für Begeisterung. Die meisten Kinder waren noch nie im Theater gewesen – und zeigten auch dann brav auf, wenn vorne auf der Bühne eine Frage gestellt wurde und sie im ersten oder zweiten Rang saßen.

Beginnend mit Lockerungsübungen zu Edvard Griegs "Morgenstimmung" aus der "Peer Gynt"-Suite, machten die Philharmoniker fast eine Stunde lang Appetit auf die Instrumente des Orchesters und was man so damit anstellen kann. Das endete mit dem Höllengalopp aus der Operette "Orpheus in der Unterwelt" von Jacques Offenbach. Allerdings waren die insgesamt allzu philharmonisch gedämpften Darbietungen unter der Leitung von Francesco Savignano ein laues Lüftchen gegen den Hexenkessel im Zuschauerraum. Die jetzigen und zukünftigen "Jekis" waren außer Rand und Band, hörten nur mit halbem Ohr zu und rasteten dann endgültig aus, wenn sie etwas erkannten: ein türkisches Lied, dass sie mit einer kleinen Band von der Niederrheinischen Musikschule singen durften, und natürlich das "Pippi Langstrumpf"-Arrangement der philharmonischen Blechbläser.

Quelle: RP
 
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