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Verengung der Ruhrorter Straße
Duisburgs unendliches Brückenchaos

Verengung der Ruhrorter Straße: Duisburgs unendliches Brückenchaos
Stau auf dem Karl-Lehr-Brückenzug: Für viele Pendler in Duisburg ein gewohntes Bild. FOTO: Crei
Duisburg. Auch über den Kaiserhafen geht es ab Mitte kommender Woche nur noch einspurig und mit Tempo 30.

Viele Autofahrer werden sich spätestens ab der kommenden Woche fragen, wie sie wohl im Berufsverkehr möglichst staufrei über die Ruhr kommen. Antwort: gar nicht.

Bekanntlich gibt es auf der A59 derzeit eine Baustelle, weil auf der Berliner Brücke für Bauarbeiten eine der beiden Fahrspuren in Richtung Dinslaken gesperrt werden musste. Nach der umfangreichen Sanierung der Brücke vor zwei Jahren sind Nachbesserungsarbeiten nicht nur dort, sondern auch an der Auffahrt Ruhrort in Richtung Düsseldorf nötig sowie im Kreuz Duisburg auf der Verbindungsspur von der A40 auf die A59 in Richtung Dinslaken. Wer derzeit am Nachmittag vom Stadtsüden in den -norden will, der steht oft schon ab der Auffahrt Buchholz auf der A59 im Stau. Schon seit Wochen führt die Ausweichroute über die Karl-Lehr-Brücke gleichfalls in die Staufalle. Dort steht über Ruhr- und Hafenkanal pro Fahrtrichtung gleichfalls nur eine Spur zur Verfügung, die sich die Autofahrer zudem noch mit den Straßenbahnen teilen müssen. Und jetzt kommt es noch schlimmer. Denn das Brückenstück über den Kaiserhafen ist gleichfalls marode. Um die Standsicherheit weiter zu garantieren, darf ab kommenden Mittwoch, 24. August, somit auf dem gesamten Karl-Lehr-Brückenzug nur noch einspurig geschlichen werden.

Die Brücken über den Vinckekanal und den Kaiserhafen befinden sich laut Stadt im Besitz der DVG, die übrigen in dem der Stadt. Vor einiger Zeit ist die Standsicherheit von allen Brücken zwischen dem Ruhrorter Kreisverkehr und dem Tausend-Fenster-Haus untersucht worden. Das Ergebnis war wenig überraschend: Mit Ausnahme der neuen Brücke über den Vinckekanal sind auch alle anderen so "angeschlagen", dass sie nicht mehr voll belastbar sind.

Ab Mittwoch beginnt bereits vor dem Tausend-Fenster-Haus in Richtung Innenstadt die Verengung der Ruhrorter Straße von zwei auf eine Fahrspur. Ab dort darf dann auch nur noch mit Tempo 30 (gilt auch für die Gegenrichtung) gefahren werden. In Gegenrichtung wird die bestehende Fahrstreifenreduzierung um rund 100 Meter verlängert. Gestiegenes Verkehrsaufkommen und die immer schwerer werdenden Lkw, die über die Brücke in das Hafengebiet fahren, werden für die Schäden verantwortlich gemacht. Bis der Karl-Lehr-Brückenzug komplett erneuert worden ist, werden noch mindestens vier Jahre ins Land gehen.

Eine neue Brücke über den Kaiserhafen wird es dann wohl nicht mehr geben. Das Hafenbecken ist seit Jahren zugeschüttet, so dass dort ein Damm angeschüttet werden kann, über den Autos und Straßenbahnen rollen.

Ebenfalls gestern teilte die Stadt mit, dass die ab übermorgen geplante Fahrbahnsanierung auf der Aakerfährbrücke um eine Woche verschoben worden ist. So will sie den Autofahrern, die vor der Engstelle auf der Berliner Brücke (A59) ausweichen und über Duissern nach Meiderich fahren wollen, nicht auch noch das Leben schwer machen.

(hch)
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