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Duisburg
DVV muss 61 Millionen Defizit verkraften

Duisburg: DVV muss 61 Millionen Defizit verkraften
DVV-Konzernchef Marcus Wittig setzt darauf, dass die Restrukturierungsprojekte langfristig Früchte tragen. FOTO: Hohl Ralf
Duisburg. Der DVV-Konzern hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Defizit in Höhe von fast 61 Millionen Euro abgeschlossen (Vorjahr: minus 4,8 Millionen) und muss zum Ausgleichen in die Rücklagen greifen.

"Hinter uns liegt ein wirtschaftlich schwieriges Jahr, in dem wir die entscheidenden strategischen Schritte unternommen haben, um uns für die geänderten Rahmenbedingungen nach der Energiewende zukunftsfest aufzustellen", erläutert Marcus Wittig, Vorsitzender der DVV-Geschäftsführung. Der DVV-Konzern weist für RePower-Maßnahmen (das Restrukturierungsprojekt) ein außerordentliches Ergebnis von minus 77,7 Millionen Euro aus. Dazu gehören außerplanmäßige Abschreibungen wie für das kohlebasierte Heizkraftwerk (HKW) I am Standort Hochfeld, das Ende 2017 stillgelegt werden soll, als auch Rückstellungen für den Stellenabbau, der zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat vereinbart ist.

In Folge der Neuausrichtung sanken die Umsatzerlöse der Stadtwerke Duisburg im Vergleich zum Vorjahr um 35,6 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die DVG weist für 2015 einen Verlust von 36,9 Millionen Euro aus (2014: -40,7 Mio Euro). Das Verkehrsunternehmen erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 65,2 Millionen Euro. Die darin enthaltenen Verkehrseinnahmen verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Millionen auf 60,1 Millionen Euro, im Wesentlichen ist dies Folge der Tariferhöhungen im Januar vorigen Jahres. Die Zahl der Fahrgäste bei der DVG ist im Vergleich zum Vorjahr allerdings um 2,7 Prozent auf 61,6 Millionen gesunken.

Für das 2016 rechnet die DVV-Holding nur noch mit einem Defizit in Höhe von -3,4 Millionen Euro und will ab 2019 in der Gewinnzone sein (mehr auf der lokalen Wirtschaftsseite am kommenden Mittwoch).

Quelle: RP
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