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Duisburg
"EarPort" ist wieder zurück im Innenhafen

Duisburg. Sie sind zurück im Duisburger Innenhafen: die Komponisten Gerhard Stäbler und Kunsu Shim, leibhaftig und künstlerisch quick lebendig (die RP berichtete). Am Donnerstagabend gab es für geladene Gäste eine Art inoffizielle Wiedereröffnung mit einem sogenannten "Anstupskonzert", wie Stäbler die Veranstaltung nannte. Mit dabei neben ihm und seinem Partner Kunsu Shim, waren unter anderem Kulturdezernent Thomas Krützberg, Alt-Oberbürgermeister Josef Krings, Udo Steinke von der Duisburger Baugesellschaft GEBAG, die Museumsgründer von DKM, Klaus Maas und Dirk Krämer, sowie der ehemalige Direktor des Lehmbruck Museums, Professor Dr. Christoph Brockhaus. Sie alle hatten Anteil daran, dass die beiden Komponisten und ihr "EarPort" jetzt wieder im Innenhafen sind. Von Olaf Reifegerste

Von 2000 bis 2010 waren sie bereits hier und führten währenddessen rund 100 Veranstaltungen durch. Nun sei die "Eiszeit" vorbei und ein Neubeginn dieser "Stätte der Kultur" könne seinen Lauf nehmen, so der Alt-Oberbürgermeister in seiner Begrüßungsrede. "Wir heißen sie mit offenen Armen willkommen", sagte voller Stolz der Kulturdezernent in seinem Grußwort und spielte damit im übertragenen Sinne wohl auf das Motto der diesjährigen Ruhrtriennale "Seid umschlungen" an.

Zwar hätten Stäbler und Kunsu Shim kritisch darüber nachgedacht, an diesen Ort zurückzukehren, wo sie einst gearbeitet haben, doch "jetzt freuen wir uns sehr, dass wir wieder hier sind", verkündete Stäbler.

Und richtig öffentlich mit allen gefeiert würde, so Stäbler weiter, in der ersten Dezember-Woche, wenn an drei Tagen, vom 2. bis 4. Dezember, das erste "EarFest" mit Musik, Poesie und Performance über die Bühne des ehemaligen "Haus Trinks" gehen werde.

Doch zuvor stünden noch zwei Kooperationsveranstaltungen mit dem Schlosstheater in Moers unter dem Titel "Frequenzen I & II" an, vor allem aber eine Konzerttournee, die ihn und Kunsu Shim nach Uruguay und Argentinien führen würde.

Zusammen mit dem 2013 in Duisburg gegründeten "Ensemble Crush", einer kammermusikalischen Formation bestehend aus sieben Mitgliedern aus fünf Nationen, und der auch international gefeierten Sopranistin Alexandra von der Weth, gestaltete sich das Wiedereröffnungskonzert, darunter auch drei Kompositionen der beiden Hausherren, als äußerst inspirativ und unterhaltsam und damit ganz im Sinne von "EarPort" als einen "Ort der experimentellen Musik und Performance".

Quelle: RP
 
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