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Duisburg
Ein Ansturm auf Duisburger Gewerbeimmobilien

Duisburg. Seit gestern läuft die Premiere der Messe GIMDU. Auch heute noch bieten rund 100 Aussteller Gewerbeflächen an. Von Jan Luhrenberg

Es ist eine Premiere, die in den Augen von Oberbürgermeister Sören Link eine "bedeutende und sinnvolle Ergänzung" für die Stadt Duisburg darstellt. Seit gestern findet zum ersten Mal die Gewerbeimmobilienmesse GIMDU statt. Auch heute noch können Interessierte den Tagungsbereich der Mercatorhalle aufsuchen. Der Eintritt für die Messe ist frei.

35 Stände stehen im Tagungsbereich in Reih' und Glied. Insgesamt zeigen rund 100 Aussteller, dass Duisburg ein großes und vielfältiges Angebot an Gewerbeimmobilien besitzt. Der Geschäftsführer der Duisburger Wirtschaftsförderung, Ralf Meurer, dessen Team die Messe an den Start gebracht hat, ist erfreut über die große Resonanz bei der Premiere der GIMDU: "Das zeigt, dass wir mit unserem Messeformat den Nerv unserer Kunden treffen und viel Musik im Markt ist."

Die Immobilienmesse in Duisburg hebt sich im Konzept von anderen Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Expo Real in München, gezielt ab. Zum einen gibt es keine andere Messe, die sich auf das gewerbliche Angebot von Immobilen spezialisiert hat. Zum anderen verfolgen die Macher der GIMDU ein konkretes Ziel: Angebot und Nachfrage an einem Ort zusammenkommen zu lassen und so Unternehmen weiterentwickeln - und das alles im lokalen Bereich. "Es ist selten, dass der Nutzer selbst eine Messe besucht", erklärt Meurer. "Wir wollten aber das genau schaffen, eine Messe, die sich an Unternehmen aus Duisburg und Umgebung richtet."

Michael Rüscher, Geschäftsführer der Niederrheinischen IHK, ergänzt, dass es extrem wichtig sei eine solche Messe vor Ort in Duisburg durchzuführen. "Dann sind alle möglichen Ansprechpartner direkt vor Ort", so Rüscher. Zudem betont er, dass die Stadt Duisburg eine Menge Standortvorteile besitzt, die im Rahmen der GIMDU deutlich werden. Duisburg sei vor allem durch die Lage und die Verkehrsinfrastruktur zu Land und zu Wasser ein exzellenter Standort. Hinzu kommt die Nähe zu Zulieferern und einem riesigen Absatzmarkt im Ruhrgebiet von über mehreren Millionen potenzieller Kunden.

Auf der GIMDU präsentieren die Aussteller rund 300 konkrete Immobilienangebote. Mit an Bord sind Maklerunternehmen wie Cubion, die ehemalige Bahn-Tochter Aurelis, die als Immobilienunternehmen Projekte an brachliegenden Flächen entwickelt, aber auch Dienstleister und die Sparkasse als Finanzierer.

Je nach Objekt können Interessierte erschlossene Grundstücke entweder kaufen und bebauen oder fertige Gewerbeflächen mieten beziehungsweise kaufen. So vermietet die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gebag zum Beispiel 11.600 Quadratmeter Nutzfläche im Tausendfensterhaus. Das 1992 renovierte Aushängeschild der Stadt bietet auf sechs Ebenen Platz für Einzelbüros bis hin zu ganzen Büroflächen. Aurelis verkauft unter anderem eine Freifläche am Wasserturm in Hochfeld. Das Grundstück eines alten Ringlokschuppens ist für kleine und mittlere Unternehmen, aber auch Handwerksbetriebe geeignet. Besucher der Messe können aber auch in Wohneinheiten investieren. Diese bietet die Gebag in Wedau-Süd an, ganz in der Nähe der Sechs-Seen-Platte. Neben circa 3.000 Wohneinheiten sollen auf einer Fläche von 60 Hektar auch Kindergärten und Einkaufsmöglichkeiten entstehen.

Oberbürgermeister Sören Link hofft, dass die Premiere der GIMDU nur ein Startschuss für eine Erfolgsgeschichte wird. "Die Immobilienmesse in Duisburg ist auch im Hinblick auf die Stadtentwicklung bis 2027 wichtig", so Link. Denn Gewerbeflächen seien ein großer Teil der geplanten Neubauten sowie Umstrukturierungen im Stadtbild.

Quelle: RP
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