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Unsere Woche
Ein besonders wertvolles Pfund

Duisburg. Kein Unternehmen in Duisburg ist so alt wie der Hafen. Seit drei Jahrhunderten werden hier Waren um-, auf- und abgeladen. Das erste Jahrhundert war vermutlich weit weniger spektakulär als die folgenden. Das Ruhrgebiet entwickelte sich im späten 19. Jahrhundert zum deutschen Herzen für Kohleförderung und Stahlproduktion. Und die dafür notwendige Logistik lief im Wesentlichen über Ruhrort (damals noch selbstständig). Mit der Eingemeindung 1905 fiel der Hafen der Stadt Duisburg in den Schoß.

Größter Innenhafen der Welt - was für ein Pfund, mit dem man wuchern konnte und bis heute kann! Doch er ist inzwischen viel mehr als nur eine Anleger- und Verladestelle für Rheinschiffer. Als Dienstleister für Logistikunternehmen liefert Duisport heute den Kunden passgenaue Lösungen. Hafenchef Staake macht das gerne an einem Beispiel deutlich: Bekommt eine Firma eine in 300 Container verpackte Anlage geliefert, so reicht es nicht, ihr den verbindlichen Liefertermin mitzuteilen. Sondern sie will genau wissen, welche Teile in welchem Container stecken, welcher zuerst oder zuletzt geöffnet werden sollte, um den Zusammenbau zu erleichtern.

Solche Antworten kann Duisport liefern und "verkauft" dieses Können inzwischen rund um den Globus. Nur hier scheint es so, als wäre die Liebe zu Duisport bisweilen getrübt. Denn Flächenwachstum am Standort ist nicht unbedingt gewünscht, weil Logistik auch Verkehrsbelastung bedeutet. Fast 13 Prozent Arbeitslosigkeit lassen grüßen!

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

Quelle: RP
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