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Duisburg
Ein Gewinner der Herzen - auch ohne offiziellen Rekord

Duisburg. In den vergangenen knapp drei Wochen ist im Landschaftspark Nord eine gigantische Sandburg entstanden. 18 Künstler aus aller Welt unter der Koordination von schauinsland-reisen arbeiteten an dem Bauwerk, das den bisherigen Rekord mit 13,97 Metern übertrumpfen sollte. Gestern ist die Entscheidung gefallen: Viele Hundert Menschen erwarteten Sofia Elenora Greenacre, Rekordrichterin von Guinness World Records. Gemeinsam mit einem Vermessungsbüro wurde die Höhe der Sandburg ausgerechnet. Dazu wurden Messungen an vier verschiedenen Stellen rund um das Sandgebilde durchgeführt, aus denen dann das Mittel gebildet wurde.

Da das Gelände uneben ist, wurde an jedem der Messpunkte zunächst die Bodenhöhe gemessen. Im Anschluss ermittelten die Spezialisten von jedem der Punkte aus die Höhe der Sandburg. Als das Ergebnis feststand und die Rekordrichterin ans Mikrofon trat, bricht die Menge in großen Jubel aus: 14,15 Meter ist die Sandburg hoch. Doch schnell macht sich Ernüchterung breit. Der Einsturz, der das Bauteam in der vergangenen Woche schockierte, hat Folgen für das Projekt. Es gibt keinen Beweis, dass sie Burg nur aus Sand und eben nicht aus Restholz besteht, das beim Einsturz in die Tiefen rutschte.

Das ist aber eine Auflage von Guinness World Records. "Wir freuen uns über die Höhe - vor allem nach dem großen Rückschlag", sagt Claudia Schreiber, Bauleiterin des Rekordversuches. Trotzdem sitze der Frust nun tief. Duisburg ist aber ein Gewinner der Herzen - das sagt auch Greenacre, die die Sandburg als "einzigartig" einstufte.

(jlu)
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