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Ein Macher mit Format

Duisburg. Erfolg hat bekanntlich viele Neider. Und so verwundert es nicht, dass manch ein Würdenträger aus Rathaus und Ratspolitik inzwischen schon mal mit Skepsis auf das schaut, was Bernd Wortmeyer bei der Gebag sich alles aufgebürdet hat. Er wird sich doch wohl nicht übernehmen, lautet die bange Frage? Wird er nicht! Er hat das Unternehmen in in finanziell sichereres Fahrwasser manövriert und auf seine Kernaufgaben zurückgefahren. Unsinnige und überteuerte Prestigprojekte (Anbau Küppersmühle) hat er aus dem Portfolio genommen und sich bei den Banken Vertrauen erarbeitet, um Geld für den Wohnungsbau zu bekommen. Dass er im Auftrag der Stadt nun auch noch Duisburgs wichtigster Projektentwickler ist, beeinträchtigt seine Gebag-Geschäftsführung ganz offensichtlich nicht.

Manches, was in den vergangenen drei, vier Jahren hier an Ideen entwickelt wurde, ist aus diesem Stadium bis heute nicht herausgekommen. Bei den Aufgaben, die Wortmeyer übernommen hat, ist das anders. Der Gebag-Chef hat innerhalb von wenigen Monaten die Entwicklung des Mercatorquartiers bis ganz nahe an die Baureife herangeführt. Dass er auch im Angerbogen und an der Sechs-Seen-Platte - zwei weiteren bedeutenden Stadtentwicklungsprojekten - alles zu einem guten Ergebnis bringt, davon kann man ausgehen.

Selbst für die anfangs aus betriebswirtschaflicher Sicht völlig unsinnige Idee, auf dem Grundstück gegenüber vom Rathaus das ehemalige Haus von Gerhard Mercator wieder aufzubauen, scheint er Geldgeber gefunden zu haben. Glückwunsch! Macher von Wortmeyers Format hat Duisburg dringend gebraucht.

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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