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Duisburg
Ein süßes Souvenir aus Mercators Stadt

Duisburg. Ein Stück Duisburg zum Naschen und teilen: Die "Mercatorkugel" gibt es nun auch in edlem Viererpack. Von Julia Zuew

Zwei süße Schichten aus Marzipan und cremigem Nougat, umhüllt mit knackiger Vollmilchschokolade: Die "Mercatorkugel" hat einen edlen Kern. "Wir haben die Kugel möglichst schlicht und traditionell gehalten, um möglichst viele Menschen anzusprechen", sagt Miriam Anders, die sich um das Marketing für die Praline kümmert. Ein Leckerbissen, der Duisburgs bekanntestem Bürger Gerhard Mercator (1512-1594) und der Stadt Duisburg gewidmet ist. Seit einem Jahr gibt es mittlerweile die Duisburger Praline zu kaufen - sogar für einen guten Zweck, denn 30 Prozent der Einnahmen werden an den Kulturbeirat gespendet.

Doch bisher war die Kugel in klarer Folie mit schlichtem Kärtchen verpackt. Das Design war kein Hingucker, dies gibt auch Claudia Schäfer zu, Leiterin der "cubus kunsthalle". "Die neue Verpackung soll auch Geschäftskunden ansprechen und ist edler gestaltet", sagt Schäfer. Entstanden ist die neue Schachtel in Zusammenarbeit mit der Frank Schwarz Gastro Group (FSGG).

Die von Duisburger Konditorei Café Dobbelstein hergestellten Kugeln erhielten zudem ein neues Gewand. In Altrosa, mit einem Porträt Mercators und Abbildungen der Kartographien umschließt die neue Kartonage die Süßigkeit. Ein Vorteil bei der neuen Geschenkverpackung - teilen wird jetzt leicht gemacht, da in der Schachtel statt einer großen vier kleinere Kugeln enthalten sind. "Wir bieten natürlich weiterhin die Kugeln auch in der gewöhnlichen Verpackung an", sagt Schäfer. Bei den edler verpackten Kugeln im Karton fällt nämlich die Spende für den guten Zweck weg. "Bei den ursprünglichen Kugeln für fünf Euro bleibt es auch in Zukunft so, dass ein Teil für den guten Zweck bestimmt ist."

Claudia Schäfer betont unter anderem, wie wichtig es sei, den historischen Hintergrund der Stadt nach vorne zu tragen. Duisburg habe bei weitem mehr zu bieten, als nur die industrielle Vergangenheit. "Mercators Arbeit war sehr wichtig und bedeutend - dies sollte man in Duisburg viel mehr hervorheben", so die Cubus-Chefin. Bereits in den Gelehrtenkreisen seiner Zeit galt er als der bedeutendste lebende Kartograph.

"Wir setzen die Kugeln auch gerne als VIP-Treatment ein", sagt Grothe. Die FSGG betreut viele Hotelgäste in Duisburg und macht das Catering - als besonderes Präsent erhielten die Gäste kürzlich auch jeweils eine "Mercatorkugel". Alle "Erfinder" der neuen Kugel können sich vorstellen, auch weitere Formen und Verpackungen mitzugestalten. "Wir überlegen, zukünftig Duisburger Künstler mit der Gestaltung besonderer Verpackungen zu beauftragen", sagt Schäfer.

An Ideen mangele es nicht. Und auch mit der Produktion sollte die alteingesessene Konditorei Dobbelstein hinterherkommen, falls der große Durchbruch für das süße Mitbringsel folgt: "Das kriegen wir schon hin", sagt Heike Dobbelstein und lacht. Bisher seien von Verkaufsbeginn an rund 2 000 Kugeln in der "cubus kunsthalle" verkauft worden, berichtet Claudia Schäfer. Hinzu kämen noch die Verkäufe an anderen Standorten, an denen die Kugel erhältlich ist.

Die Geschenkedition ist zum Preis von 6,90 Euro erhältlich bei der "cubus kunsthalle" (Friedrich-Wilhelm-Straße 64), Frank Schwarz Gastro Group (Großmarkt), Müller's Backstuben im Hauptbahnhof, Rewe Feldkamp, Ruhr-Visitorcenter Duisburg, Espressobar "Fino". Sie wird auch auf dem Weihnachtsmarkt auf der Münzstraße durch den Knüllermarkt angeboten. Beim Lichtermarkt im Landschaftspark an diesem Wochenende ist sie gleichfalls erhältlich.

Quelle: RP
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