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Duisburg
Eine Kammermusik-Sensation jagt die nächste

Duisburg. Bei den Folkwang-Vortragsabenden der Kammermusik-Klasse von Evgeny Sinaisky - übrigens ein Sohn des legendären Dirigenten Vassily Sinaisky - jagt immer eine Sensation die nächste. Jetzt war es wieder einmal so weit, drei Stunden lang präsentierten sich zwölf Duos und ein Trio. Wie die Kammermusik die Persönlichkeit der Studierenden beflügeln kann, zeigten Anna Maria Wünsch (Viola) und Iva Jovanovic (Klavier) mit Adagio und Allegro As-Dur op. 70 von Robert Schumann. In diesem Aufbau-Studiengang wird Energie freigesetzt und zugleich Souveränität gefestigt, das bewiesen hier vor allem Vitali Nekhoroshev (Klarinette), Dan Bi Kim (Violine) und Ievgenia Iermachkova (Klavier) mit dem kaukasisch-fetzigen Trio von Aram Khatschaturian.

Unbedingt erwähnt werden muss die Überzeugungskraft, mit der Jeongmin Joo (Violine) und Eugenio Catone (Klavier) zwei Sätze aus der ersten Violinsonate von Alfred Schnittke hinlegten. Ohne mit der Wimper zu zucken, trieb der Geiger Aleksey Semenenko in zwei Sätzen aus der ersten Violinsonate von Edvard Grieg und dem "Valse-Scherzo" von Peter Tschaikowsky die Virtuosität auf die Spitze, einfühlsam begleitet von der Pianistin Inna Firsova. Die abschließende Bearbeitung von zwei Sätzen aus der Violinsonate von César Franck für Saxofon und Klavier erschien erst einmal eher als Kuriosität - aber der Erfinder des Instruments (Adolphe Sax) und der Komponist waren Zeitgenossen aus der gleichen Region (Wallonien), und Hayrapet Arakelyan (Saxofon) und Gleb Koroleff (Klavier) sind einfach vorzügliche Musiker.

(hod)
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