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Duisburg
Eine lange Geschichte

Duisburg. Die Lohmühle wurde im Jahr 1834 als Turmwindmühle in massiver Bauweise aus Feldbrandsteinen errichtet, so wie sie heute steht. Nach mehrfachem Wechsel der Mühlenbesitzer kaufte der Müller Johann Hilgenpahl, der seit 1890 in der Mühle tätig war, die Lohmühle am 21. Oktober 1901 vom Ackerer Georg Damschen. Nachdem die Mühle um 1916 ihr altersschwaches Flügelkreuz verloren hatte, stellte man den Mühlenbetrieb auf Motorkraft um. Der im Dorf stets "Möller Jan" genannte letzte Müller der Lohmühle betrieb dieselbe mit Unterstützung seiner Tochter Käte Hilgenpahl noch bis zu seinem Tode 1955. Der von der Tochter zunächst fortgesetzte Mühlenbetrieb ging schließlich 1960 zu Ende.

Die denkmalgeschützte Lohmühle blieb durch die von der Gemeinde Rheinkamp 1965 und 1974/75 eingeleiteten Restaurationsmaßnahmen zunächst in guter Obhut und erhielt auch wieder ihr Flügelkreuz. In den folgenden Jahren verfiel sie jedoch immer mehr. Ein Flügel fiel im Sturm ab, die anderen stellten eine Gefahr für die Nachbarschaft dar. Kleine Sträucher wuchsen aus dem Mauerwerk. Die Fugen auf der Schlagseite waren ausgewaschen, die Fenster ohne Farbe, und die ersten Schindeln von der Kappe lagen auf der Wiese. Steert und Krühwerk drohten zu verfaulen. Ein Turmfalke hatte sein Zuhause unter der Kappe eingerichtet.

Um den Verfall aufzuhalten, gründete sich im Juni 2007 der Mühlenverein Lohmühle. Im Zuge der Sanierungsarbeiten werden der Mühlenkörper und die originale Mühlentechnik restauriert. Heute hat der Verein 75 Mitglieder.

Quelle: RP
 
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