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Duisburg
Eine Mehrheit für den Abschied vom IMD-Chef

Duisburg. Der Rat der Stadt hat am Montagabend in nicht-öffentlicher Sitzung entschieden, dass der Vertrag von Uwe Rohde (59), Chef der Immobilien Management Duisburg, Ende kommenden Jahres nicht mehr verlängert wird. Die Personalentscheidung war mit langen Diskussionen verbunden. Zuletzt stimmten 45 Mitglieder zu, dass er nicht wiederbestellt werden soll, 33 sagten Nein, zwei enthielten sich.

Rohde wird vorgeworfen, dass er seine Arbeit nicht so erledigt, wie es vom ihm erwartet wird. So gab es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden, weil angekündigte Um- und Ausbaumaßnahmen in öffentlichen Gebäuden nicht zeitnah erledigt, Zeitpläne nicht eingehalten würden und Bearbeitungszeiten viel zu lang seien. Es wurden Zweifel laut an der Durchsetzungsfähigkeit gegenüber seien Mitarbeiter, die wie berichtet am Montag im Rathaus gegen die Personalentscheidung protestierten.

Zuvor hatte der Rat in öffentlicher Sitzung der Änderung der Baumschutzsatzung zugestimmt. "Wir haben die Bürokratie und Bevormundung von Bürgern beendet", sagt der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ralf Jörg Brotzki. Seit Jahren arbeitet die CDU in Duisburg an einer Entbürokratisierung der Satzung, "nun ist uns der große Wurf geglückt", so der Fraktionsvorsitzende Rainer Enzweiler. "Die Debatte um die Baumschutzsatzung hat deutlich gemacht, wie unterschiedlich die Duisburger Fraktionen die Eigenverantwortung und Mündigkeit der Bürger bewerten", so Enzweiler. Mit dem Ende der Baumschutzsatzung werde zudem Personal im Rathaus frei für andere Aufgaben.

"Nach Auskunft des Umweltdezernenten waren bisher mindestens drei Stadtbedienstete mit der Bearbeitung der Anträge auf Baumfällungen beschäftigt."

Die Gegner der Änderung halten dagegen, dass die Gartenbesitzer mit dieser Art "Persilschein" unkontrolliert abholzen dürfen und damit dem Stadtgrün schaden. Das sahen die Befürworter der Änderung allerdings ganz anders. Die Erfahrung aus anderen Städten, in denen die Baumschutzsatzung ebenfalls aufgehoben wurde, mache deutlich, dass Eigentümer sehr verantwortlich mit dem Baumbestand auf ihren Grundstücken umgingen, so Brotzki.

Bis die Duisburger zur Säge greifen dürfen, müssen sich die Bürger noch ein paar Wochen gedulden. Denn die Satzungsänderung muss zunächst veröffentlicht werden, bevor sie in Kraft tritt. Anfang kommenden Jahres dürfte dies soweit sein.

(hch)
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