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Das Porträt Anke Johannsen
Eine Vollblutkreative mit viel Herz

Das Porträt Anke Johannsen: Eine Vollblutkreative mit viel Herz
Das künstlerische Multitalent Anke Johannsen lebt seit einigen Jahren in Duisburg. Von hier aus startet sie ihre vielen Projekte, darunter Konzertreisen in den Libanon. FOTO: Jörg Hemmen
Duisburg. Es ist viel passiert bei ihr und mit ihr, seitdem sie in Duisburg lebt. Kürzlich stellte sie das deutsch-niederländische Videoprojekt "Stille Helden" vor. Für August kündigt sie das Musikvideo "I Run with the Power of 1000 Horses" an. Von Olaf Reifegerste

2008 verschlug es das Multitalent Anke Johannsen nach Duisburg. Der Grund dafür war einst ihre Großtante, wie sie sagt. "Meine Familie mütterlicherseits stammt nämlich aus Duisburg. Und meine Großtante, seinerzeit in die Jahre gekommen, konnte in der letzten Etappe ihres Lebens familiäre Unterstützung gut gebrauchen." Als die Tante 2011 verstarb, fühlte sich Duisburg für sie schrecklich leer an und sie wollte wieder wegziehen. Doch Anke Johannsen Lebensmotto lautet: "Niemals aufgeben!" Und so entwickelte sich das Schicksalsjahr zu einem Wendepunkt in ihrem Leben. Seitdem ist sie nicht nur in der Stadt Duisburg angekommen, sondern auch bei sich selbst. Von hier aus startet sie inzwischen all ihre künstlerischen und kulturellen Unternehmungen. Und diese sind mittlerweile wahrlich äußerst zahlreich und vielfältig.

Als Musikerin, so trat sie hierzulande zunächst in Erscheinung, ist sie Sängerin, Pianistin und Komponistin - dazu, wie eigentlich alles, was sie anpackt, äußerst erfolgreich. "Doch mittlerweile", sagt sie, "habe ich entdeckt, was ich noch gerne tue: Ich liebe das Schreiben, den Dialog und den Austausch." Und schaut man sich in diesem Zusammenhang ihre verspielte, dennoch aber klar strukturierte Homepage ("http://www.anke-johannsen.de" ) an, sieht man, was sie neben der Musik so alles (um)treibt: Gedichte und Geschichten, Philosophische Gedanken und verschiedene Blogs, Konzepte, Vorträge und Moderationen sowie Hörspiele, Filme und Videos als auch Fotos und Zeichnungen.

Ihr letzter musikalischer Live-Auftritt war auf dem Kunst- und Kulturmarkt des diesjährigen Ruhrorter Hafenfestes. Im Radio zu hören war sie im Bürgerfunk von Radio Duisburg in der Sendung "DunkelWeiss".

Davor hatte sie zusammen mit ihrem älteren Bruder einen Impulsvortrag an einer Führungskräftetagung der Firma Loacker im Vorarlberg gehalten sowie an einer Zukunftskonferenz der Brand Eins im ehemaligen Kraftwerk Bille in Hamburg teilgenommen. Unabhängig davon laufen all ihre weiteren Projekte unaufhaltsam weiter, darunter "Therapiestunde" ("Der Therapeut des Auftritts ist dabei die Musik", so Johannsen), "Pool Position" ("Das sind wöchentlich stattfindende musikalische Sessions mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen.") und "Handschuhbiboo" ("Hierbei handelt es sich um eine 'Work in progress'-Arbeit, bei der ich weltweit liegengelassene oder verlorengegangene Handschuhe fotografiere und diese zu einer Fotocollage verbinde.").

Ansonsten waren die vergangenen Wochen zeitlich ausgefüllt mit ihrer mittlerweile vierten Konzertreise in den Libanon. Diese führte sie vom 6. bis 14. Mai zum UNESCO-Palace nach Beirut, wo sie ein Konzert als deutschen Beitrag zum "Lions United World Event" gab, dann zu einem Masterclass-Workshop nach Jounieh und einem Konzert im Beisein des stellvertretenden Deutschen Botschafters im dortigen Kulturzentrum, über eine musikalische Begegnung in der Kinderabteilung des Spitals Bhannes bis wieder zurück nach Beirut zu einem Konzert im Brasilianischen Kulturzentrum. "Vieles auf der Reise, die ich diesmal übrigens alleine - also ohne meinen Schlagzeuger Jens Otto - unternahm, war mir vertraut", berichtet Johannsen. "Doch zur Routine sind mir weder die Auftritte, geschweige denn die Menschen dort geworden. Im Gegenteil: Ich gehe stets wach durchs Leben und mag es, auch mich selbst zu überraschen."

Ihre neueste Veröffentlichung, nach dem Video-Clip "Stille Helden" (die RP berichtete), ist die Premiere ihres Laufvideos "I Run With the Power of 1000 Horses" anlässlich des 11. Duisburger "Targobank Run" am 25. August vor dem Stadttheater. Inspiriert durch den Rhein-Ruhr-Marathon, den Anke Johannsen im vergangenen Jahr in Duisburg gelaufen ist, hat sie Anfang des Jahres einen Song über das "Laufen als Ausdruck innerer Freiheit und Lebenskraft" geschrieben und produziert.

Der bislang unveröffentlichte Song ist auf Englisch gesungen und flott-poppig fürs Ohr komponiert. Mitstreiter an ihrer Seite an dem Projekt waren vor allem Jörg Bunert, als Duisburger Laufexperte, und Zoltan Leskovar von Ruhrgepixel. Neben der Freude am Laufen, die in dem Video Ausdruck findet, geht es den dreien aber auch um Duisburg. "Denn was sich mit den Lauf-Szenen ganz wunderbar vermitteln lässt", so Johannsen, "ist, Duisburg von seinen vielen schönen Seiten zu zeigen.

Quelle: RP
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