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Badeunfall im Rhein-Herne-Kanal
Einsatzkräfte geben Suche nach Vermisstem auf

Suche nach Vermisstem im Rhein-Herne-Kanal
Suche nach Vermisstem im Rhein-Herne-Kanal FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Am Samstagnachmittag ist es in Nordrhein-Westfalen erneut zu einem Badeunfall gekommen. Rettungskräfte suchten nach einem Mann, der im Rhein-Herne-Kanal zwischen Duisburg und Oberhausen geschwommen war. Sie fanden ihn nicht. 

Die Polizei Duisburg und die Feuerwehren Duisburg und Oberhausen suchten mit Hubschraubern, Sonarboten, Rettungstauchern und Spürhunden nach einem Mann, den Zeugen im Rhein-Herne-Kanal gesehen hatten.

Er sei in der Nähe des Duisburger Ortsteils Meiderich von einer Sprundwand ins Wasser getaucht und bis zur Mitte des Kanals geschwommen, sagt Thomas Reck, Dienstgruppenleiter der Einsatzstelle in Duisburg. Anschließend sei der Mann untergetaucht und nicht mehr gesehen worden. 

Bis zum Abend suchte die Polizei in dem trüben Wasser nach dem Vermissten; gegen 23 Uhr beendeten die Helfer die Suche, ohne den Vermissten zu finden. Suchhunde hatten kurz zuvor nach Angaben der Stadt Oberhausen noch eine Spur gewittert, ein weiterer Tauchereinsatz blieb aber ohne Erfolg. 

"Die Strömung ist die große Gefahr", sagt Reck. "Die Menschen unterschätzen das, wir können nur immer wieder warnen." 

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Badetoten in diesem Sommer auf 62 angestiegen. Auch deutschlandweit sind deutlich mehr Opfer zu beklagen: Seit Jahresbeginn sind mindestens 425 Menschen ertrunken, 46 mehr als in den ersten acht Monaten 2015. Das geht aus einem aktuellen Bericht der DLRG hervor.

(gol)
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