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Zwei Jahre nach Anklage
Entscheidung über Loveparade-Prozess fällt im Frühjahr

Bewegende Gedenkfeier für die Loveparade-Opfer
Bewegende Gedenkfeier für die Loveparade-Opfer FOTO: dpa, Federico Gambarini
Duisburg. Im Loveparade-Strafverfahren ist auch zwei Jahre nach der Anklageerhebung weiter offen, ob es eine Gerichtsverhandlung geben wird. Das zuständige Landgericht Duisburg hat sich noch nicht festgelegt.

Das Gericht werde aber voraussichtlich noch in diesem Frühjahr entscheiden, sagte dessen Sprecher Matthias Breidenstein.

Am 10. Februar 2014 hatte die Staatsanwaltschaft Duisburg Anklage gegen sechs Mitarbeiter der Stadt und gegen vier Mitarbeiter des Veranstalters erhoben. Ihnen werden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Seitdem prüft das Landgericht im sogenannten Zwischenverfahren, ob eine Verurteilung im Hauptverfahren, der Gerichtsverhandlung, wahrscheinlich ist.

Möglich seien eine Eröffnung, eine teilweise Eröffnung oder eine Nichteröffnung des Hauptverfahrens, sagte Breidenstein. Darüber entscheide die Kammer in richterlicher Unabhängigkeit. Bei einer Teil-Eröffnung würde die Anklage nur gegen einige der zehn Angeschuldigten zugelassen.

Der Sprecher begründete die lange Verfahrensdauer mit dem Umfang des Verfahrens. "Die Kammer muss minutiös jeden Aspekt prüfen." Die elektronische Akte habe ein riesiges Datenvolumen.

Bei der Loveparade in Duisburg am 24. Juli 2010 war es an einer Engstelle zu einem tödlichen Gedränge gekommen. 21 Menschen starben, mindestens 652 wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

(lukra/lnw)
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