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Duisburg
Entsetzen über Anschlag in Istanbul

Duisburg. Bürgermeister Erkan Kocalar und Moschee-Sprecher Sinan Celik sind fassungslos.

Der gestrige Anschlag in Istanbul hat den aus der Türkei stammenden Duisburger Bürgermeister Erkan Kocalar fassungslos gemacht. "Ich bin entsetzt", sagte er als erste Reaktion. Er könne nicht verstehen, wie sich bei Menschen so viel Hass aufstauen kann, dass sie blindwütig andere in den Tod reißen. Er, Kocalar, sei zwar schon mit fünf Jahren nach Deutschland gekommen, dennoch fühle er sich der Türkei verbunden.

Seine Verwandten lebten in Izmir, aber er sei schon häufig in Istanbul gewesen. Noch vor gar nicht langer Zeit habe er zusammen mit seiner Frau genau an jenem Obelisken gestanden, an dem nun der Anschlag verübt worden ist. Eine politische Stellungnahme wollte Kocalar nicht abgeben, sondern nur als friedliebender Mensch seine Abscheu gegenüber den Unmenschen äußern, die eine solche Bluttat begehen. Er sei tief über alle Terroranschläge besorgt, die in jüngster Zeit an unterschiedlichen Orten der Welt stattfinden.

Im gleichen Sinne äußerte sich der Sprecher der Ditib-Moschee in Marxloh, Sinan Celik. Er könne es wie jeder andere mitfühlende Mensch nicht fassen, wie solche Untaten zustandekommen. Dass ein Syrer für die Tat verantwortlich gemacht werde, zeige die gegenwärtige Tragödie des gesamten syrischen Volkes. Die Alevitischen Gemeinde Duisburg mailte gestern Nachmittag: "Wir sind über den Anschlag in Istanbul sowie auch in Paris, Ankara, Suruc und überall auf der Welt mit dem gleichen Motiv zutiefst berührt.

Ein solcher Anschlag auf das Menschenleben lässt sich durch keine Weltanschauung rechtfertigen! Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Todesopfer und den Verletzten."

(pk)
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