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Duisburg/ Kathmandu
Helfer auf vier Pfoten sollen Menschen retten

Erdbeben in Nepal: Helfer auf vier Pfoten sollen Menschen retten
Matthias Steff (31) ist Rettungshundeführer bei der Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany. Zu den Medizinern und Bergungsspezialisten gehören auch sieben Hundeführer und ihre speziell geschulten Tiere. Matthias Steff hilft bei den regelmäßigen Hundetrainings und hat selbst seinen Labrador-Rüden Hannibal (4) ausgebildet. FOTO: dpa, mg fpt
Duisburg/Kathmandu. Unter Metern von Trümmern und Schutt können Rettungshunde die Witterung eines Menschen aufnehmen. Sieben Vierbeiner aus Duisburg helfen nun in Kathmandu, Verschüttete zu retten.

Sie sind dabei in der Lage, zwischen einem Lebenden und einem Toten zu unterscheiden, sagte Matthias Steff (31), Rettungshundeführer von I.S.A.R. Germany der Deutschen Presse-Agentur in Duisburg. Die Hilfsorganisation hat mit ihrem 52-köpfigen Hilfsteam auch sieben Retter auf Pfoten in die Katastrophenregion geschickt.

52 ISAR-Helfer fliegen nach Nepal FOTO: dpa, rwe lof

Der Geruch von einem lebenden Verschütteten und einer Leiche sei unterschiedlich. Weil ihre Hunde auf das Retten von Menschenleben trainiert seien, schlagen sie nur dann an, wenn ihre feine Nase die Witterung einer verschütteten Person aufnehme, die noch lebe. "Zwar werden Hunde auch auf Leichen reagieren, aber sie zeigen dann ein ganz anderes Verhalten, winseln, ziehen den Schwanz ein", sagte Steff. Der I.S.A.R.-Einsatz, der auch Bergung und medizinische Versorgung umfasse, sei zunächst auf zehn Tage ausgelegt. "Danach ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir noch Lebendige unter den Trümmern finden, gleich null", sagte Steff.

Fotos: Viele Tote bei Erdbeben in Nepal FOTO: dpa, ns bjw

Für einen solchen Auslandseinsatz hätten die Hunde eine langjährige Ausbildung hinter sich. Schon als Welpe lernten sie spielerisch, die Suche nach versteckten Personen mit Belohnung zu verknüpfen.

(lnw)
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