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Duisburg
Erfolgreiches Jahr für die Universität

Duisburg: Erfolgreiches Jahr für die Universität
Erstmals wurde im jüngsten Semester die Zahl von 42 000 Studierenden erreicht. Damit gehört die Universität Duisburg-Essen als Zweistädte-Hochschule zu den größeren Universitäten in Deutschland. FOTO: rp-archiv
Duisburg. Die Hochschule holt bei wichtigen Rankings auf. Aktuell sind 42 000 Studierende eingeschrieben, so viele wie nie zuvor Die neue Mensa soll 2018 fertiggestellt sein. Land bewilligt für den Neubau 23,65 Millionen Euro. Von Peter Klucken

Die Universität Duisburg-Essen zieht erstmals eine öffentliche Jahresbilanz. Aus gutem Grund: Das Jahr 2015 war für die Hochschule unter dem Strich ein gutes Jahr.

Für mindestens zwei Persönlichkeiten der Uni war das jetzt zu Ende gegangene Jahr besonders erfolgreich. So etwa für Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke, der vom Centrum für Hochschulentwickung und der ZEIT zum Hochschulmanager des Jahres gekürt worden war. Radtke habe in vorbildlicher Weise dazu beigetragen, die Universität Duisburg-Essen in Forschung und Lehre voranzubringen. Radtke leitet seit sieben Jahren die Universität. Seine Amtszeit endet 2018. Ob sich Radtke, der am 12. Mai 60 Jahre alt wurde, dann nochmals zur Wahl stellt, ist noch offen.

Das ist die Universität Duisburg-Essen FOTO: RP Duisburg

Einer der renommiertesten und mit 2,5 Millionen Euro auch einer der höchstdotierten internationalen Forschungspreise, der Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC), geht in diesem Jahr u.a. an Prof. Dr. Rainer Meckenstock, Biologe an der Universität Duisburg-Essen. Der Preis gilt als "Nobelpreis der EU". Meckenstock beschäftigt sich in seinen Forschungen damit, wie Erdöl mikrobiell abgebaut wird.

Bisher ging man davon aus, dass Öl in Lagerstätten nur an der Kontaktfläche mit Wasser abgebaut werden kann. Am Beispiel des größten natürlichen Teersees auf der Erde, dem Pitch Lake in Trinidad, konnte die Arbeitsgruppe von Prof. Meckenstock jedoch zeigen, dass Öl selbst in größter Tiefe auch von innen heraus abgebaut wird. Der Preis zeigt beispielhaft die internationale Vernetzung der UDE. Im Jahr 2015 hat die Uni Duisburg-Essen nicht zuletzt bei nationalen und internationalen Rankings recht gut abgeschnitten. Zum Beispiel bei U-Multirank, THE-Rankings, oder auch beim Förderatlas der Deutschen Forschungsgesellschaft. Außerdem wurde bei einem speziellen Ranking auch die Pressestelle der Uni Duisburg-Essen hoch gelobt, deren Öffentlichkeitsarbeit herausragend gut sei, was wir hier bestätigen können.

Im Bereich der Lehrerbildung wurden an der Uni verschiedene Projekte gestartet, die der neuen Vielfalt in der Gesellschaft und der Studentenschaft Rechnung tragen sollen (Stichworte: Professionalisierung für Vielfalt und mehr Bildungsgerechtigkeit). Im Bereich der Sozialwissenschaften wurde der neue Bachelor-Plus-Studiengang "Globale und Transnationale Soziologie" eingeführt, bei dem es um die vergleichende Forschung von Gesellschaften geht. Bei diesem neuen Studiengang ist ein Auslandssemester integriert. Erstmals wurde übrigens im jüngsten Semester die Zahl von 42 000 Studierenden erreicht.

In 2015 wurden auch mehrere Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgesellschaft installiert; was als wissenschaftliche Auszeichnung gilt. Im positiven Sinne betroffen sind zum einen medizinische Bereiche, die durchweg in Essen (Klinikum) angesiedelt sind, zum anderen aber auch die Nanowissenschaften, die schwerpunktmäßig auf dem Duisburger Campus der Zwei-Städte-Uni zu finden sind. Hier freuen sich die Wissenschaftler auch über den weltweit schnellsten Laser für hochreine Nanopartikel, der in den vergangenen Monaten angeschafft werden konnte.

Zu den Erfolgen des Jahres 2015 gehört nicht zuletzt der Bewilligungsbescheid für den Neubau einer Hauptmensa in Höhe von 23,5 Millionen Euro, den Wissenschaftsministerin Svenja Schulze am 30. Juli persönlich in der Uni abgab. Das Timing war übrigens perfekt, wenn auch ungeplant: Wegen eines Wasserrohrbruchs tropfte es beim kleinen Festakt von der Decke. Die neue Mensa soll bis 2018 fertiggestellt sein.

Quelle: RP
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