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Duisburg
Erst Alarm, dann zarte Töne

Duisburg: Erst Alarm, dann zarte Töne
Nur einer von vielen großen Auftritten beim Sommerkonzert. Vor vollem Haus besiegten die jungen Leute ihr Lampenfieber und wurden mit donnerndem Applaus belohnt. FOTO: ralf Hohl
Duisburg. Eine Sängerin schwenkt mühelos von hartem Rock zur gesäuselten Ballade. Der Vokalkurs jubiliert mit Gospels, und eine Pianistin begeistert mit Coldplay am Klavier beim Sommerkonzert des Albert-Einstein-Gymnasiums. Von Christina Hoetzel

Einen sommerlich-bunten Cocktail aus Rock, Pop, Jazz, Gospel und Klassik haben die Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums am Montagabend präsentiert. Die Coolness und Auftrittsroutine der Mitwirkenden konnte nicht mal ein – vor Beginn des Konzertes ausgelöster – Feueralarm mit kompletter Räumung der Örtlichkeit erschüttern.

"Alle haben lange geprobt und die Stücke hart studiert. Ich bin begeistert, dass die Aula fast ganz voll ist", lobte Musiklehrer Thomas Mau, der für die Leitung des Abends zuständig war, das Engagement der Schüler und ihrer treuen Fans. Das Sommerkonzert hat Tradition am Albert-Einstein-Gymnasium, und die musikalische Arbeit im Instrumental- und Vokalkurs bietet Ergänzung und Abwechslung zum herkömmlichen Musikunterricht.

Stimmliche Höchstleistungen

In ständig wechselnder Besetzung standen die Kurse auf der Bühne. Bei "We will rock you" von Queen wurde Sängerin Susanne Klees nur durch Schlagzeug, Bass und das Klatschen und Schenkelklopfen ihrer Bandkollegen unterstützt. Eine komplexere Instrumentierung konnten die Zuhörer bei "Do it again" der amerikanischen Jazz-Rock-Gruppe Steely Dan erleben. Mit Schlagzeug, Conga, Guiro, Gitarre, Bass und Klavier hätten die Schüler auch Stimmung in jeden Jazzclub gebracht.

Solo bewiesen die Musiker ebenfalls Talent. André Engel setzte mit dem Stück "River flows in you" des südkoreanischen Pianisten Yiruma ganz auf "Easy Listening". Entspannt konnte das Publikum der locker fließenden Melodie lauschen.

"Nobody said it was easy", diese Textzeile des Coldplay-Songs "The Scientist", lag den Hörern beim Klavierspiel von Kira Kolpatzeck auf den Lippen. Für ihre mühelose Interpretation hatte sie bestimmt viele Übungsstunden investiert.

Stimmliche Höchstleistungen brachte der Vokalkurs. "Oh happy day" zelebrierte er gut gelaunt. Die sechs Sängerinnen und zwei Sänger ließen mit ihren zwei Gospels spirituelle Stimmung aufkommen, um dann in der zweiten Konzerthälfte George Harrisons Gitarre sanft schluchzen zu lassen.

Lenny Kravitz, Red Hot Chili Peppers, The Police: Keine Rock- oder Poplegende flößte den jungen Musikern so viel Respekt ein, dass sie sich nicht an die Stücke herangetraut hätten. Mit ihrer wandelbaren Stimme konnte auch Susanne Klees einmal die Rockröhre mimen, um dann wieder ganz sanft in eine gefühlvolle Ballade einzusteigen.

Begabungen galt es zu entdecken

Für die Technik und die Gastronomie zeigten sich die Zwölftklässler ebenfalls verantwortlich und schufen so einen guten Rahmen für die Veranstaltung. Fazit des Abends: Es schlummern auf jeden Fall viele Begabungen hinter den dicken Schulmauern, die es zu entdecken galt. Die Gäste bedankten sich mit donnerndem Applaus für jede gute Leistung.

Quelle: RP
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