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Duisburg
Erst Alice Sara Ott, dann Lang Lang als Nachschlag

Duisburg. Nur fünf der über 70 Konzerte beim diesjährigen Klavier-Festival Ruhr finden in Duisburg statt, davon nur drei "richtige" Konzerte und nur vier innerhalb der eigentlichen Festival-Saison vom 15. April bis zum 10. Juli.

Das Klavier-Festival Ruhr 2016 beginnt für Duisburg am Montag, 25. April, um 20 Uhr, mit "The Pianos Trio". Das sind die italienischen Pianisten Giorgia Tomassi, Carlo Maria Griguoli und Alessandro Stella. Seit 2010 feiern sie mit ihrem Konzept, große Meisterwerke des Orchester-Repertoires mit Hilfe von drei Klavieren ganz neu erlebbar zu machen, Jahr für Jahr sensationelle Erfolge bei Martha Argerichs Lugano-Festival. Ein wichtiger Bestandteil des Erfolgsgeheimnisses sind die Bearbeitungen von Griguoli, die mit Liebe zum Original und der Freude, dieses neu zu entdecken gemacht sind. Auf dem Programm stehen von Dmitri Schostakowitsch die Ouvertüre zu der musikalischen Komödie "Moskau-Tscherjomuschki", von Claude Debussy "La mer", von Johannes Brahms die Akademische Festouvertüre c-Moll op. 80, von Paul Dukas "L'apprenti sorcier" (nach Goethe Ballade "Der Zauberlehrling") und von Igor Strawinski "Der Feuervogel".

Am Mittwoch, 8. Juni, um 20 Uhr, holt dann die junge Pianistin Alice Sara Ott ihren ursprünglich für das vergangene Jahr vorgesehen sechsten Auftritt nicht nur beim Klavier-Festival Ruhr, sondern auch in Duisburg nach. Ihr Programm enthält von Ludwig van Beethoven die Sonate Nr. 17 d-Moll op. 31 Nr. 2 "Der Sturm", von Johann Sebastian Bach Fantasie und Fuge a-Moll BWV 944, von dem vor 150 Jahren geborenen Ferruccio Busoni Bachs Chaconne aus der Partita Nr 2 für Violine solo BWV 1004 sowie von Franz Liszt die drei Notturnos "Liebesträume" und die "Six Grandes Études de Paganini".

Auch in diesem Jahr setzt das Klavier-Festival Ruhr sein 2008 begonnenes inklusives Education-Projekt in Marxloh fort. Auch in diesem Jahr beschäftigen sich Grundschüler, Förderschüler und Gymnasiasten mit und ohne Einwanderungsgeschichte mit dem Werk des großen ungarischen Komponisten, Pädagogen und Volksliedforschers Béla Bartók (1881 bis 1945). Unter anderem geht es diesmal um die Klavierfassung von Bartóks Tanz-Suite: In diesem 1923 uraufgeführten Werk durchmischt der Komponist bewusst unterschiedliche Volksmusikstile und setzt so ein eindrucksvolles musikalisches Zeichen gegen einen übersteigerten Nationalismus und für kulturelle Vielfalt. Öffentlich präsentiert werden die Projektergebnisse am Dienstag, 21. Juni, und am Freitag, 1. Juli, jeweils um 17.30 Uhr.

Ort der vier bislang genannten Veranstaltungen ist die Gebläsehalle im Landschaftspark Nord. Als Nachschlag außerhalb der eigentlichen Festival-Saison vom 15. April bis zum 10. Juli kommt am Samstag, 22. Oktober, um 20 Uhr, in die dann wieder eröffnete Duisburger Philharmonie Mercatorhalle der Star-Pianist Lang Lang. Hier ist er der Solist im Konzert für Klavier und Orchester Nr. 24 c-Moll KV 491 von Wolfgang Amadeus Mozart. Als Partner wünschte er sich dabei Paavo Järvi. Lang Lang lernte ihn bei der Eröffnung der neuen Philharmonie de Paris im Januar 2015 kennen. Damals spielte er ein Klavierkonzert von Peter Tschaikowsky mit dem Orchestre de Paris. Nunmehr fiel seine Wahl auf die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, deren Chefdirigent Paavo Järvi ebenfalls ist.

Auf dem Programm steht außerdem die Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 von Johannes Brahms. In dieser Konstellation wird Lang Lang nur zwei Konzerte geben - eines davon in Duisburg. Weitere Information und Karten gibt es a einfachsten unter www.klavierfestival.de im Internet.

Ingo Hoddick

Quelle: RP
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