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Duisburg
Erst die große Politik und dann das Abstimmungsergebnis

Duisburg. Das Medieninteresse an Thyssenkrupp im Duisburger Norden war am Montag größer als üblich. Das lag vor allem daran, dass die Entscheidung der Mitarbeiter über die Abstimmung zur Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten Tata am Nachmittag erwartet wurde.

Aber auch der Besuch von Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) zusammen mit einigen sozialdemokratischen Abgeordneten der Fraktion, unter ihnen der Duisburger Mahmut Özdemir, war etwas Besonderes. Die Parlamentarier besichtigten die Produktion und sprachen mit den Betriebsräten über die Zukunft des Werkes und die des Stahlstandortes Duisburg.

Sie machten noch einmal deutlich, dass bei allen betriebswirtschaftlichen Sachzwängen das Schicksal der Belegschaft nicht vernachlässigt werden dürfe. Wie die IG Metall laut der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, beteiligten sich an der Abstimmung rund 20.000 Gewerkschaftsmitglieder, von denen nahezu alle für die Neuordnung votierten.

Es waren rund 92 Prozent. Auch am Duisburger Standort von Thyssenkrupp gab es eine breite Mehrheit. Der Vertrag beinhaltet unter anderem eine Beschäftigungssicherung bis 2026, allerdings auch den Abbau von 2000 Stellen.

(hch/rpn)
 
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