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Duisburg
"Es ist Zeit" für die 40. Filmwoche

Duisburg. Anfang November steht das Filmforum ganz im Zeichen der Filmwoche. Das Motto suggeriert Dringlichkeit und Muße. Von Ingo Hoddick

Vom 7. bis zum 13. November steigt im Duisburger Kino "filmforum" am Dellplatz die 40. Duisburger Filmwoche - das Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms. Jetzt schon tagt die Sichtungskommission im Café Steinbruch, "nur unterbrochen von Schlaf und EM-Spielen", und noch bis zum 28. August können Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingereicht werden, die mindestens 30 Minuten dauern.

Die Auswahlkommission ist an zwei Stellen neu besetzt. Ivette Löcker, die als Rechercheurin, Produktionsleiterin und Regisseurin in Berlin lebt und arbeitet, war schon mit eigenen Filmen bei der Filmwoche vertreten. Sven Ilgner war seit 2007 beim Festival Protokollant und Assistent und erstellte 2011 das Protokollarchiv prokult.de. Zuletzt war er für vier Jahre als Dokumentarfilmreferent der Film- und Medienstiftung NRW tätig und arbeitet nun wieder als freier Dramaturg, Lektor und Herstellungsleiter in Köln. Die anderen Kommissionsmitglieder Katrin Mundt (Kuratorin und Autorin, Bochum), Joachim Schätz (Filmkritiker und -wissenschaftler, Wien) und Dr. Till Brockmann (Filmwissenschaftler, Zürich) sind schon länger dabei. Komplettiert wird die Gruppe durch Festivalleiter Werner Ruzicka, der die Duisburger Filmwoche nunmehr im 32. Jahr prägt.

Fast 600 Filme werden gesichtet, ein Drittel davon schon auf den Festivals von Graz, Solothurn und Berlin, und 25 davon ausgewählt. Inzwischen erreichen die Filmwoche die meisten Filmanmeldungen per Streaming-Link, so dass sie bequem vom Laptop aus über einen Beamer auf großer Leinwand begutachtet werden können.

Das diesjährige Motto "Es ist Zeit" suggeriert sowohl Dringlichkeit als auch Muße. Ein guter Dokumentarfilm nimmt sich eben viel Zeit, auch wenn das Thema noch so so abgegriffen erscheint, wie etwa "Flüchtlinge". Als dazu komplementärer Trend zeichnet sich das Thema "Boden" ab: Erde, Bodenständigkeit, Bäuerlichkeit, Urban Gardening und Autarkie bei unübersichtlichen Verhältnissen.

Die Filmwoche vergibt den ARTE-Dokumentarfilmpreis, dotiert mit 6000 Euro, den 3Sat-Dokumentarfilmpreis für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm, ebenfalls dotiert mit 6000 Euro, den ,Carte Blanche'-Nachwuchspreis des Landes NRW, dotiert mit 5000 Euro, den Förderpreis der Stadt Duisburg, ebenfalls dotiert mit 5000 Euro, und den Publikumspreis der Rheinischen Post für den beliebtesten Film, dotiert mit 1000 Euro.

Quelle: RP
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