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Duisburg
"Es wäre schade, wenn sie ganz verschwinden"

Duisburg. Irgendwie ist das schade. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie eines Tages die gelbe Telefonzelle an der Düsseldorfer Landstraße in Huckingen vor der heutigen Apotheke Mattenklotz verschwand. Als ich meinen Vater fragte, wo sie geblieben sei, zog dieser nur sein Handy aus der Tasche und erklärte mir, dass man Telefonzellen nicht mehr brauche. Von Sarah Möser

Wenn ich mich frage, wann ich jemals eine Telefonzelle genutzt habe, dann muss ich eingestehen, dass das bisher nur einmal der Fall war: im Urlaub in England. Wenn man schon dort ist, muss man eine der roten Telefonzellen auch einmal benutzt haben. Ganz so wie die britischen Ermittler aus den alten Filmen. Ansonsten hab' ich noch nie Gebrauch von öffentlichen Telefonen gemacht. Selbst wenn das Prepaid-Guthaben auf meinem Handy leer ist, kommt man in der Regel bis zur nächsten Aufladung ohne aus. Und den Notruf könnte ich ja auch ohne Guthaben absetzen. Wozu also eine Telefonzelle bemühen?

Hinzu kommt, dass die wenigen öffentlichen Telefone, die es noch gibt, häufig nicht sehr einladend wirken. Kaugummi am Hörer und undefinierbare Flüssigkeiten am Boden - da überlegt man sich zweimal, ob man den Anruf nicht lieber verschiebt.

Ich werde wohl auch in Zukunft keine Telefonzellen benutzen. Lediglich aus Nostalgie finde ich es irgendwie schade, wenn sie aus dem Stadtbild verschwinden.

Quelle: RP
 
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