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Unsere Woche
Es wird, vielleicht

Duisburg. Der Besuch der Immobilienmesse in München dürfte für die Duisburger Protagonisten eine liebgewonnene Pflicht sein. Abgesehen davon, dass sie bei ihren Kurzbesuchen (in diesem Jahr zwei Tage) von der bayerischen Landeshauptstadt wenig zu sehen bekommen, bietet die Fachmesse die Bühne für viele Gespräche mit Investoren und Partnern aus Politik und Verwaltung. Ob es Sinn macht, dort Duisburg zu präsentieren, darüber wird immer wieder gestritten. Denn oft werden Luftschlösser gezeigt, die ein Jahr später schon im Schrank verstauben. Diesmal ist das teilweise anders gewesen. Dafür bürgte schon Axel Funke, der mit seinem Fokus Development Unternehmen dem alten Vincenz Krankenhaus neues Leben einhauchen wird. Verlässlich wie er sich in der Vergangenheit erwiesen hat, wird aus den Plänen auch Wirklichkeit. Neben dem gut besuchten filmforum und der gleichfalls bestens frequentierten Webster-Hausbrauerei wird es sich künftig im Dellviertel sicherlich gut wohnen lassen - vorausgesetzt, die Stadt tut noch was fürs Umfeld. Denn das wirkt weitgehend ungepflegt und wenig einladend.

Während Funke bereits im Sommer mit den ersten Bauarbeiten beginnen will, wird es bei dem Projekt in Wedau nicht ganz so zügig vorwärts gehen. Doch ein Luftschloss ist es hoffentlich nicht. Dass Gebag-Geschäftsführer Wortmeyer alles dafür tun wird, dass die Entwicklung dort zügig voranschreitet, davon lässt sich ausgehen. Doch einen neuen Uni-Standort zu entwickeln und danach quasi einen neuen Stadtteil zwischen Bissingheim und Wedau aus dem Boden zu zaubern, das dauert nun mal seine Zeit.

Geduld ist ebenfalls auf dem ehemaligen Schulgelände gegenüber vom Rathaus gefragt, wo das Mercatorquartier entstehen soll. Aber wie heißt es: Gut Ding braucht Weile! Nur beim "Duo" am Marientor bleiben Zweifel, auch wenn der Investor auf der Messe erneut auf das angeblich hohe Interesse hinweist. Aber vielleicht wird ja auch auf dieser Brache am Ende der Steinschen Gasse endlich mal was passieren, Nötig wäre das, denn dort ist wohl eines der hässlichsten Eingangstore in unsere City.

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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