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Duisburg
Experten für schwerste Fälle

Duisburg: Experten für schwerste Fälle
Duisburg. Das Buchholzer Unfallkrankenhaus sieht sich durch erneute Zertifizierung in seiner Qualität bestätigt.

Das BG Klinikum Duisburg erfüllt alle Anforderungen, um wie bisher Schwer- und Schwerstverletzte behandeln zu können. Dies hat eine umfangreiche Prüfung durch unabhängige Sachverständige der DIOcert GmbH ergeben. Damit darf die Klinik auch in Zukunft die Bezeichnung "Überregionales Traumazentrum" führen.

"Wir freuen uns, dass die Re-Zertifizierung gemäß den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und des TraumaNetzwerks DGU gelungen ist und wir die Bescheinigung erneut für drei Jahre erhalten haben", sagt Dr. Peter-Michael Hax, Kommissarischer Ärztlicher Direktor des BG Klinikums Duisburg. Hax sieht darin eine Bestätigung für die Behandlungsqualität in der Klinik, die bei der Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten in der Region Rhein-Ruhr schon lange führend sei. Im BGU ist die Zahl der Schockraumpatienten in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Auch aus anderen Krankenhäusern werden häufig Notfälle zu den Spezialisten im Duisburger Süden verlegt. Die jährlichen Statistiken des TraumaNetzwerks der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie bestätigen zudem, dass die Klinik bundesweit zu den zehn größten und leistungsfähigsten unfallchirurgischen Zentren zählt. Die Sterblichkeitsrate liegt in Duisburg trotz überdurchschnittlich hoher Verletzungsschwere der Patienten seit Jahren konstant unter dem statistisch zu erwartenden Wert.

Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik in Buchholz aus der Luft gesehen. Hier werden auch schwerste Fälle behandelt. FOTO: BG Klinikum Duisburg

Die Unfallopfer sind oft polytraumatisiert, das heißt, sie haben mehrere Verletzungen verschiedener Körperregionen gleichzeitig erlitten - etwa Frakturen von Extremitäten, der Wirbelsäule und des Beckens, Verletzungen innerer Organe und Schädel-Hirn-Verletzungen. Meist schweben solche Patienten bei Eintreffen in dem Buchholzer Klinikum in akuter Lebensgefahr.

"Polytraumata können nur in besonderen Einrichtungen wie dem überregionalen Traumazentrum BG Klinikum Duisburg optimal versorgt werden", wirbt Hax für sein Haus. Bekanntlich ist der Rettungshubschrauber Christoph 9 dort stationiert. Zwei Hubschrauberlandeplätze, zwei Schockräume sowie eine Operationsabteilung und eine Intensivstation mit moderner technischer Ausstattung sind wichtige Voraussetzungen für die Versorgung der Schwerstverletzten. Vor allem stehe aber ein großes Team aus Notfall erfahrenen Ärzten verschiedener Fachrichtungen (Unfallchirurgen, Anästhesisten, Neuro-, Viszeral- und Gefäßchirurgen) sowie Pflege- und Funktionskräften rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche für schwerverletzte Patienten bereit, so die Klinik. Trotz eines häufig extremen Zeitdrucks könnten die Mediziner so Hand in Hand komplexe, unterschiedlich schwere Verletzungen in der richtigen Reihenfolge behandeln und damit häufig Leben retten.

Das Versorgungsspektrum an der Buchholzer Unfallklinik umfasst alle Arten von Verletzungen, aber auch die spezialisierte Behandlung orthopädischer, Hand- und Plastisch-chirurgischer oder Schmerzpatienten. Das BG Klinikum Duisburg gehört zur BG Kliniken - Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung gGmbH. Diese besteht aus neun berufsgenossenschaftlichen Akutkliniken, zwei Kliniken für Berufskrankheiten und zwei Unfallbehandlungsstellen, den BG-Kliniken. Mit 12.000 Mitarbeitern und jährlich über 500.000 Patienten ist der Konzern einer der größten Klinikverbünde Deutschlands.

(RPN)
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