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Nacht der Industriekultur
Alle Infos zur Extraschicht 2017

Extraschicht 2017: Alle Infos zur Nacht der Industriekultur im Ruhrgebiet
Dieses Jahr auch eine Extraschicht-Spielstätte: Der Schacht Rheinpreußen in Moers (Archivbild). FOTO: Dieker, Klaus (kdi)
Ruhrgebiet. Am Samstag ist Extraschicht im Ruhrgebiet. In 21 Städten gibt es Comedy, Ausstellungen, Live-Musik, Theater, Party und Kurioses. Wir haben alle Infos im Überblick. Von Antje Seemann

Was ist die Extraschicht?

Die Extraschicht wird auch die "lange Nacht der Industriekultur" genannt. Von Moers am Niederrhein bis Hamm in Westfalen gibt es am Samstag, 24. Juni, Programm an 45 verschiedenen Spielorten, die alle etwas mit der Geschichte des Ruhrgebiets als Hochburg der Industrie zu tun haben. Zwischen stillgelegten Zechen und alten Hochöfen spielen Musiker, stellen Künstler aus, improvisieren Schauspieler, performen Kabarettisten. Mit dem Extraschicht-Ticket haben Besucher Eintritt in alle Spielstätten, und zwar die ganze Nacht lang. Los geht es ab 18 Uhr.

Was gibt's wo zu sehen?

In Duisburg

Spielstätte ist zum Beispiel der Landschaftspark Nord. Hier treten die A-Cappela-Popgruppe "Männersache", der Chor "Joyful Voices" und die Poerty-Slamer "WortLautRuhr" auf. Es gibt Führungen über das Gelände des stillgelegten Hüttenwerks, historische Filme und Rundtouren mit einem historischen Zug zum Spielort Thyssenkrupp. Hier können Besucher in Bustouren das Werksgelände erkunden. Im Innenhafen warten Künstler im Museum Küppersmühle, in Containern sind Ausstellungen zum Thema Fotobuch und es gibt Architekturführungen. Alle 45 Minuten startet außerdem eine Hafenrundfahrt über den Duisburger Hafen hin zum Binnenschifffahrtsmuseum. In dem Museum legt ein DJ auf, außerdem setzt ein Lichtkünstler die Schwimmhalle in Szene.

Extraschicht: Nacht der Industriekultur Duisburg FOTO: Christoph Reichwein

In Moers

Am Rheinpreußen Schacht IV gibt es Führungen ehemaliger Bergleute, der Knappenchor Rheinland singt, es gibt Fotoausstellungen und der Comedian Markus Krebs tritt auf. Das Ensemble des Schlosstheaters ist dabei, ebenso die Musikschule, die zum Singen einlädt. In der Maschinenhalle Pattberg gibt es Führungen und interaktive Lichtinstallationen. Außerdem können Besucher nach Sonnenuntergang eine Nachtwanderung auf die Halde Pattberg machen – natürlich ausgerüstet mit Stirnlampen.

In Dinslaken

In der Zentralwerkstatt in Lohberg wird es international: Afrikanische Rhythmen und Akrobatik, asiatische Kampfkünste, lateinamerikanische Vibes. Dazu gibt es eine Fotoausstellung von Dinslakener Weltenbummlern und Führungen über das Zechengelände.

"ExtraSchicht - Die Nacht der Industriekultur 2016 FOTO: dpa, bt fdt

In Mülheim an der Ruhr

Im Müga-Park warten zum Beispiel Feuerkünstler; acht Tonnen Reis, die politische Wahrheiten abbilden und eine Fotoausstellung auf die Besucher. Im Aquarius Wassermuseum im alten Wasserturm zeigt ein Eisdesigner, was er aus gefrorenem Wasser machen kann. In einer Lesung geht es um den Schrecken des Eises. Ab 21 Uhr spielt die Ruhr-River Jazzband.

In Oberhausen

Im Gasometer spielt die "Miker Peter Big Band". Durch die Ausstellung "Wunder der Natur" werden alle 60 Minuten Führungen angeboten. Highlights sind außerdem die Auftritte von Cellistin Liz Schneider. Die Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen zollt Marilyn Monroe Tribut. Vor der Zinkfabrik Altenberg ist eine Lokomotive mit viel Dampf im Einsatz. Passend dazu geht es in den Lesungen um Steampunk, es gibt Kostüme zum Anprobieren und eine Erklärung, wie Dampfmaschinen funktionieren. Außerdem spielen Pop-, Rock- und Folkbands.

In Essen

 In der Zeche Zollverein spielen Orchester, Bläserphilharmonie, es gibt eine Laserinstallation, Führungen und Mitmach-Aktionen. In der Zeche Carl lernen Besucher etwas über die Bergbaugeschichte, sehen Physical Theatre und Kurzfilme und spielen ab 0 Uhr Mitternachts-Bingo.

Das ausführliche Programm mit allen Städten und Spielorten finden Sie hier.

Wo bekomme ich noch Tickets?

Für Kurzentschlossene gibt es noch Tickets an der Abendkasse. Tickets, die für die gesamte Extraschicht gelten, können am ersten Spielort gekauft werden. Wer nur zu einer bestimmten Veranstaltung will, kann für 12 Euro das Spielort-Ticket kaufen. Über den Onlineshop der DB-Regio für 20 Euro gibt es Tickets, die man sich zu Hause ausdrucken kann. Damit kommen Besucher in alle Spielstätten und haben außerdem freie Fahrt mit den Shuttle-Bussen und dem VRR. 

Wie reise ich an?

Mit dem Extraschicht-Ticket kommen Besucher kostenlos mit Bus und Bahn zu allen Spielorten. Das gilt für das VRR- und VRL-Gebiet. Wer zum Beispiel aus Köln kommt, muss ein Anschlussticket lösen. Die Veranstalter setzen Shuttle-Busse ein, die das Pendeln zwischen den Spielstätten erleichtern sollen. Hierzu gehören auch der Schiff-Shuttle zwischen dem Museum der Deutschen Binnenschifffahrt und dem Innenhafen in Duisburg sowie die historischen Bahnen in Bochum, Witten und Hattingen.

Quelle: RP
 
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