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Duisburg
Extraschicht: Zwei Spielorte zum Jubiläum

Extraschicht in Duisburg: Zwei Spielorte zum Jubiläum
Der Innenhafen ist auch in diesem Jahr wieder Anlaufpunkt für die Besucher der Nacht der Industriekultur. FOTO: ARchiv
Duisburg. Seit 15 Jahren gibt es im Ruhrgebiet jedes Jahr eine Nacht der Industriekultur als "Extraschicht". Am Samstag, 20. Juni, sind in Duisburg der Innenhafen und das Ruhrorter Museum der Deutschen Binnenschifffahrt dabei. Von Ingo Hoddick

Es ist ein Kulturfest, bei dem man sich die Region Ruhrgebiet niveauvoll anschauen kann. Es wird auch nach 15 Jahren immer beliebter, vor allem die vielen Führungen. Am Samstag, 20. Juni, von 18 bis 2 Uhr, steigt wieder die Nacht der Industriekultur als "Extraschicht", mit 45 Spielorten in 19 Städten mit 2000 Künstlern. In Duisburg ist der Landschaftspark Nord dieses Jahr nicht mit dabei, weil dort zeitgleich das Traumzeit-Festival stattfindet - 2016 gibt es dann aber die Traumzeit am dritten Juni-Wochenende und die Extraschicht am vierten Juni-Wochenende.

So kann man sich 2015 in Duisburg auf zwei immer interessante Spielorte konzentrieren: Am Innenhafen und im Ruhrorter Museum der Deutschen Binnenschifffahrt gibt es ein Programm mit, auf, im und über Wasser, mit Hafenrundfahrten, Ausstellungen, maritimen Chorgesängen, Lichtinstallationen, Tango und Höhenfeuerwerk.

Am Innenhafen gibt es Architekturführungen, Museumsbesuche, jede Menge Livemusik von Tango bis Rock auf vier Bühnen, Performancekünstler und Illuminationen, vom Hafenforum entlang der Stadtmauer bis zum Schwanentor. Das Ausstellungsschiff "MS Wissenschaft" hat dieses Jahr das Thema "Zukunftsstadt".

Im Garten der Erinnerungen lockt die Ausstellung "Treibgut" mit Cocktailbar. Ein Höhepunkt des Abends ist das Installations-Theaterstück auf Stelzen "Sómente" der portugiesischen Gruppe Teatro Só. Es erzählt die Geschichte eines alten Mannes auf einer riesigen Parkbank. Das gehört zur derzeit laufenden Ausstellung "Begegnung der Generationen" im Kultur- und Stadthistorischen Museum, die beiden Vorstellungen sind um 19.30 und um 21.30 Uhr. Ein weiterer Höhepunkt ist das Höhenfeuerwerk um 24 Uhr.

Mit der im Eintrittspreis inbegriffenen Hafenrundfahrt kommt man dann am stilvollsten an den zweiten Spielort. Im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt interpretiert eine Klang- und Lichtinstallation von Heinz Martin und Tim Ehm ab 21 Uhr in der ehemaligen Herrenschwimmhalle die Architektur der vorletzten Jahrhundertwende neu und ergänzt sie durch eine Fülle von visuellen und akustischen Ereignissen, bevor die Halle durch die Junge Szene Ruhr mit dem alten Schifferlied "La Paloma" geentert wird. Dies geschieht musikalisch durch die Ruhrorter Hafenkids und tänzerisch durch die Galaxy Dancers. Allmählich verdrängt die Liedfassung der jungen Generation, welche die Industriekultur nicht mehr in Betrieb erlebt hat, die Klanginstallation. In der ehemaligen Damenschwimmhalle tritt um 18 und um 20 Uhr der Duisburger Hafenchor auf.

Quelle: RP
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