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Duisburg
Feuerwehr stellt Chemikalien in Mietwohnung sicher

Drogenlabor in Duisburg ausgehoben
Drogenlabor in Duisburg ausgehoben FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Der Rettungsdienst der Duisburger Feuerwehr ist am vergangenen Sonntag gegen 19.22 Uhr zu einem Einsatz in die Gillhausenstraße in Rheinhausen/ Hochemmerich gerufen worden. Laut Aussage der Polizei hatte die Mutter des 23-jährigen Bewohners den Notruf gewählt. Grund soll ein Suizidversuch des 23-Jährigen gewesen sein.

Während des Einsatzes entdeckten die Beamten in der Wohnung Chemikalien, die darauf hinweisen könnten, dass in der Wohnung Drogen hergestellt worden waren. Die Chemikalien werden laut Polizei derzeit analysiert. Ein Feuerwehrmann hatte am Sonntagabend vermutet, dass es sich bei dem Fund um Chemikalien für die Chrystal-Meth-Herstellung handele. Weil bei der Herstellung dieser Droge hochgiftige Stoffe entstehen, wurde das komplette Wohnhaus evakuiert. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Zwei Feuerwehrmänner betraten anschließend unter Atemschutz die Wohnung und sammelten etliche Flaschen, Schalen und Teller ein. Der Bewohner wurde mit dem Rettungsdienst in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Die Feuerwehr beendete den Einsatz um 22.10 Uhr.

Ebenfalls am Sonntag wurde die Feuerwehr um 18.17 Uhr von der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG wegen eines Stoffaustritts aus einem Kesselwagen am Bahnhof Duisburg Entenfang alarmiert. Als die Feuerwehrmänner eintrafen, stellten sie fest, dass kein Stoff mehr aus dem Wagen austritt. Unter dem Wagen aber war eine etwa zwei Quadratmeter große Lache eines flüssigen Stoffes, den die Feuerwehr mit Bindemitteln habgedeckt hatte. Worum es sich dabei handelte, ist noch unklar. Zu diesem Einsatz war die Feuerwehr mit 40 Kräften ausgerückt, darunter auch 15 Männer der Freiwilligen Feuerwehr.

(csk/crei)