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Duisburg
Förderung für die Marienkirche und die Bibliothek

Duisburg. Die Spenden seien auch ein Signal, sagte gestern Lorenz Grimoni. Der Pfarrer i.R. und langjährige Betreuer des Museums Stadt Königsberg bezog sich auf die 10.000 Euro, die die "Bürgervereinigung Stadtmitte Duisburg" je zur Hälfte dem "Verein zur Förderung der Marienkirche" und der Stadtbibliothek zukommen ließ. Wilhelm Decher von der Bürgervereinigung, Lorenz Grimoni und Klaus Ziermann haben formuliert, was sie mit der aufgeteilten Spende erreichen wollen: Der Gemeinde soll geholfen werden, dass durch eine höhere Besucher-Frequenz wieder mehr Menschen in die Altstadt kommen. Der Stadtbibliothek soll geholfen werden, Literatur in den Sprachen der zahlreichen Duisburger Neubürger-Kinder anzuschaffen und so noch attraktiver zu werden. Das Stadtparlament soll durch die Spende dazu aufgefordert werden, dem historischen Stadtbezirk mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Der Bau des Stadtfensters sei für die Attraktivitätssteigerung der Altstadt förderlich gewesen, aber die nach wie vor brachliegenden Flächen vor der Marienkirche seien ein Schandfleck, so Grimoni. Fatal für die Altstadt sei auch, dass sie so stark vom Rotlichtviertel dominiert werde. Das müsse sich ändern. Die Marienkirche sei gewissermaßen ein Symbol für eine gute Altstadt-Kultur. Von Peter Klucken

Bibliotheksdirektor Dr. Jan-Pieter Barbian und Yilmaz Holtz-Ersahin, Leiter der Interkulturellen Bibliothek, freuten sich über die Spende, die eine Anerkennung für gute Bibliotheksarbeit in Hinblick auf die Menschen mit Einwanderungsgeschichte sei. In der Duisburger Bibliothek gebe es eine gut sortierte Themenmediathek "Ankommen in Deutschland", deren Pflege nicht zuletzt in Hinblick auf die zahlreichen Flüchtlinge überaus wichtig ist. Mit Blick auf seine eigene Biografie betonte Holtz-Ersahin, dass die Beherrschung der deutschen Sprache für alle Neuankömmlinge unverzichtbar ist.

Quelle: RP
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