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Duisburg
Forschungen auf historischem Boden

Duisburg. Seit 2003 führt Rolf Peters den Huckinger Bürgerverein von 1972, der mit rund 650 Mitgliedern der stärkste in Duisburg ist. Das Team um Peters führt einen recht lebendigen Verein. Immer beliebter werden besonders die Ausflüge und Mehrtagesfahrten, die jeweils relativ schnell ausgebucht sind. Diese Angebote macht der Bürgerverein ganz bewusst, wie der Vorsitzende erläutert: "Wir wollen die Huckinger zusammen bringen. Auf diese Weise lernen die Bürger sich kennen und knüpfen neue Kontakte."

Ganz stark sind die Huckinger bei der Heimatforschung. Rolf Peters würdigt dabei besonders Johann Bremen, Willi Birnbaum und Theo Brockerhoff, die sich schon seit langem mit diesem Thema befassen. Historisch hat der Stadtteil viel zu bieten. Huckingen liegt in einem uralten Kulturraum und wurde im Mittelalter von einer alten Nord-Süd-Handelsstraße durchzogen. Zahlreiche Bau- und Bodendenkmäler wie Haus Böckum, die Sandmühle und der Steinhof sind steinerne Zeugen dieser langen Vergangenheit. Der Bürgerverein zeichnet verantwortlich für den "Historischen Wanderweg Angerland", der an wichtigen Denkmälern entlang führt.

Der mittlerweile verstorbene Bernd Braun hat die Tradition der Huckinger Heimatforschung weiter geführt, eine besondere Herzensangelegenheit war ihm dabei der Steinhof mit dem Steinturm, der auf sein Betreiben unter Denkmalschutz gestellt wurde. Nachdem die Huckinger Geschichte zuvor in Form von kleinen Broschüren den Bürgern nahe gebracht wurde, erschien 1993 das erste Heimatbuch. Mittlerweile ist der dritte Band fertiggestellt, der im November der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Mit Dieter Ahlemann hat sich ein würdiger Nachfolger für Bernd Braun gefunden. Der gebürtige Westfale recherchiert akribisch und entwickelte die viel beachtete Vortragsreihe "Huckinger Geschichte".

(pol)
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