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Duisburg
Fotogalerie am Ruhrorter Leinpfad ist jetzt wieder komplett

Duisburg. Ende Mai erst wurde die grunderneuerte "Outdoor-Galerie Aufnachtschicht" am Ruhrorter Leinpfad, die unter der Schirmherrschaft des Duisburger Kulturdezernenten Thomas Krützberg steht, wiedereröffnet. Zehn Großfotos mit nagelneuen Motiven aus dem Duisburger Hafen verschönerten seitdem diesen Teil der alten Natursteinmauer an der Hafenpromenade aufs Neue. Doch in der Nacht zum 2. Juli schnitten unbekannte Täter ein dazugehöriges Foto, auf dem die Friedrich-Ebert-Brücke zu sehen ist, grob aus seiner Befestigung und entwendeten es. Die Polizei hatte die Ermittlungen zwar aufgenommen - bisher jedoch ohne Erfolg, sowohl was Täter als auch Zeugen betreffen.

"Ich kann nicht verstehen, warum Leute so etwas tun", sagte Krützberg. "Das ist nicht nur kriminell und respektlos gegenüber der Kunst, sondern auch gegenüber den Menschen, die sich an Kunst im öffentlichen Raum erfreuen." Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 gibt es die von den Fotografen Daniela Szczepanski (Bochum) und Frank Hohmann (Duisburg) ins Leben gerufene Open-Air-Galerie "Die Nacht ist bunt am Hafenmund", die planmäßig alle zwei Jahre aufgrund von Beschädigungen durch Witterungseinflüsse und/oder Vandalismus mit Hilfe engagierter Paten- und Sponsorenschaften aus Ruhrort und Umgebung erneuert und ausgetauscht werden muss.

Nun hat der Pate des zerstörten und gestohlenen rund drei mal zwei Meter großen Bildes, die Firma Haniel, es finanziell mitermöglicht, dass das Motiv kurzerhand neu gedruckt und wieder aufgehängt werden konnte. Damit ist die kunstvolle Bilderstrecke auf der Ruhrorter Flaniermeile wieder komplett. "Wir von Haniel konnten und wollten die Tat und den Anblick des mutwillig zerstörten Kunstwerks nicht einfach so hinnehmen - noch dazu im Jahr des 300. Geburtstages des Duisburger Hafens - und haben uns deshalb entschlossen, die Künstler, zu denen auch Iris Weissschuh vom gleichnamigen Atelier in Ruhrort gehört, bei der Neuhängung des Großfotos zu unterstützen", sagte Jutta Stolle, Direktorin für Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei Haniel.

Und Heiner Heseding, Moderator vom Kreativquartier Ruhrort, ergänzte: "Es war nicht das erste Mal, dass Vandalen diese Open-Air-Ausstellung ins Visier genommen haben. Doch so leicht lassen sich die Kreativen hier nicht einschüchtern."

(O.R.)
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