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Duisburg
Frank Goosen mit seiner ruhrgebietstypischen Schlagfertigkeit

Duisburg. "Das war doch ein unterhaltsamer Abend", kommentierte ein Zuschauer nach der Lesung von Frank Goosen die Veranstaltung im Grammatikoff. Und das kann man nur unterstreichen, denn Frank Goosen ist ebenso ein guter und erfolgreicher Autor wie ein amüsanter Vorleser seiner Werke. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf Passagen seines neuen Buchs "Förster, mein Förster", sondern kommt mit seinem Publikum ins Gespräch und liefert unterhaltsame Anekdoten aus seinem Leben. In seinem Buch "Förster, mein Förster" spielt ein Schriftsteller mit Schreibblockade (Förster) die Hauptrolle. Goosen über Förster: "Das bin nicht ich." Aber immerhin habe er sich auch schon mal mit dem Gedanken befasst, wie es denn so sein kann, wenn einen die Schreibblockade packt. Seinen Protagonisten - neben Förster ein agiler pensionierter Polizist, die Freunde Fränge und Brocki, eine greise Saxophonistin namens Frau Strobel und der wohlstandsverwahrloste Teenager Finn - verleiht er die ruhrgebietstypische Schlagfertigkeit gepaart mit Humor und Skurrilität. Und irgendwie hat man das Gefühl, man kennt die Menschen aus dem Buch. Frank Goosen lässt seine Akteure auf eine gemeinsame Reise im VW-Bulli an die Ostsee gehen, wo die leicht verwirrte, greise Saxophonistin Frau Strobel sich mit Mitgliedern ihrer ehemaligen Tanzkapelle zu einem Reunion-Konzert treffen will. Mit dabei ist ein Hamster namens Edward Cullen, den Förster auf der Straße gefunden hat und ihm seither ein neues Zuhause bietet. Goosen greift stilistisch in seinem Buch auch auf reine Dialoge einer absurden E-Mail-Kommunikation zurück und man versteht, warum seine Bücher auch gerne als Vorlagen für Filme und Theaterstücke verwendet werden. In seiner Lesung entsteht sehr schnell der "Film im Kopf" und das macht Lust darauf, die ganze Geschichte zu erfahren: wie er denn ausgeht, dieser Trip "zwischen absurder Komik und feiner Melancholie" für alle, die mal weg wollen — nach Iowa, ins Outback oder eben an die Ostsee. Von Alfons Winterseel

Und wie eine Katze das Mausen nicht lassen kann, kann Goosen auch auf der Lesereise das Schreiben nicht lassen: In seinem Blog findet sich eine Anekdote mit Bezug zum Duisburger Spargelfest nach dem Motto "Spargel im Weltall".

Kostenlos zu lesen auf seiner Seite: www.frankgoosen.de/blog

Quelle: RP
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