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Duisburg
Notärzte stellen sich hinter suspendierten Rettungsdienstleiter

Frank Marx suspendiert: Ärzte stellen sich hinter Rettungsdienstleiter
Dr. Frank Marx, hier im Einsatz bei einem Duisburger Chemieunfall FOTO: EICKERSHOFF
Duisburg. Duisburgs Notärzte und Ärzte im Einsatzdienst haben einen offenen Brief an OB Sören Link verfasst. Darin bitten sie, dass Dr. Frank Marx seine Aufgaben wieder wahrnehmen darf, ungeachtet der gegenwärtigen Untersuchung.

Der Leiter des Rettungsdienstes wurde wie berichtet suspendiert, unter anderem wegen Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen. "Die rechtliche Lage können und wollen wir nicht beurteilen", sagen die Ärzte, "aber wir wollen zeigen, dass wir Dr. Marx nach wie vor vertrauen und dass wir auch hinter ihm stehen."

Marx engagiere sich seit 18 Jahren für die Bürger, opfere sein Privatleben, um der Allgemeinheit zu dienen. Zudem habe er sich bei vielen Katastrophen und Rettungsdiensteinsätzen auf der ganzen Welt, etwa nach dem Attentat beim Boston-Marathon oder dem schweren Erdbeben in Nepal, engagiert und dabei "auch die Stadt Duisburg positiv in den Mittelpunkt gerückt". Auch habe Marx wichtige Änderungen im Rettungsdienst eingeführt. So habe er die Mobile Dateneinheit (MDE) zur Standardisierung der Dokumentation eingeführt. Dank ihm gebe es Notfallkoordinatoren an Duisburgs Krankenhäusern zur Optimierung der ärztlichen Versorgung akut erkrankter oder schwer verletzter Patienten. Die gute Arbeit von Marx spiegele sich auch in den Ergebnissen des Reanimationsregisters Deutschland wider, wonach Duisburg bundesweit zu den besten zehn Städten bei der Wiederbelebung von Menschen gehöre.

"Mit der Suspendierung von Herrn Dr. Marx verlieren Duisburg und seine Bürger den innovativsten, kreativsten und engagiertesten Mitarbeiter des Rettungsdienstes", schreiben die Ärzte. Unterzeichnet wurde der Brief von Dr. Kai Kisielinski, Michael Grönke, Maria Jacobs und Ingo Osarek. Angefügt ist eine Liste, auf der 46 Duisburger Notärzte unterschrieben haben.

(skai)
 
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