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Unsere Woche
Freuen auf die Hafen-Akzente

Duisburg. Es macht Spaß, in der 90-seitigen Broschüre des Akzente-Programms zu lesen. Das Thema der Kulturwochen "Nah und fern - 300 Jahre Duisburger Hafen" wird, so kann man den Eindruck gewinnen, in den 110 Veranstaltungen vom 26. Februar bis zum 13. März auf attraktive Weise umgesetzt. Inspirierend ist das Motto nicht zuletzt deshalb, weil der Duisburger Hafen ein identitätsstiftendes Wahrzeichen der Stadt ist und zugleich für Internationalität steht.

Es ist deshalb klug von den Veranstaltern, dass sie zum einen die heimische Künstlerschaft besonders stark in die Programmgestaltung einbinden, zum anderen aber auch den Blick über viele Kirchtürme hinweg lenken. Freuen kann man sich beispielsweise auf das traditionelle Theatertreffen; beispielsweise auf das Gastspiel des berühmten Wiener Burgtheaters, das mit Shakespeares "Sturm" ein Stück zeigt, das zeitlich und räumlich weit entfernt ist, uns aber durch die Art seiner aktuellen Inszenierung nahekommen kann.

Und nicht nur Duisburgs Kulturdezernent Thomas Krützberg freut sich auf die Bühnenfassung von Günter Grass' Meisterwerk "Die Blechtrommel", mit dem das Frankfurter Theater in Duisburg gastiert. Thematisch knüpfen die Hafen-Akzente an die Kulturwochen des vergangenen Jahres an, bei denen es um das Thema "Heimat" ging. Aktuell ausgeweitet wurden diese Akzente durch die Flüchtlingsproblematik, die heute noch brisanter ist, als sie im vergangenen Jahr erschien.

Die "Hafen-Akzente" werden vermutlich auch über den 13. März hinaus in Duisburg diskutiert, schließlich ist der Hafen die, wie Hafenchef Erich Staake schreibt, "älteste Infrastruktureinrichtung im Ruhrgebiet".

peter.klucken@rheinische-post.de

Quelle: RP
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