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Duisburg
Frühlingszeit ist Fahrradzeit

Duisburg: Frühlingszeit ist Fahrradzeit
Ein verkehrssicheres Rad mit einer 24-Gang-Schaltung und hydraulischen Scheibenbremsen. Es eignet sich für Touren wie auch für den Stadtverkehr gleichermaßen. FOTO: Jürgen Moll
Duisburg. Ab dem Wochenende wird es sonniger und wärmer. Höchste Zeit, den lieben Drahtesel aus der Garage zu holen. Wir verraten, was es bei Instandsetzung und Neukauf von Fahrrädern zu beachten gibt. Von Tim Harpers

Es gibt wenige Dinge, die ärgerlicher sind, als ein platter Reifen im Frühjahr. Da ist sie schon mal da, die in den vergangenen Monaten so sehnlichst vermisste Sonne, und man kann sich trotzdem nicht einfach auf's Rad schwingen. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir ein paar Tipps für die Fahrradüberholung und mögliche Neukäufe zusammengestellt.

Wie wird das Fahrrad frühlingsfit? "Vor allem, indem man sich rechtzeitig kümmert", sagt Oliver Baars, Geschäftsführer des Fahrradhandels Lucky Bike am Duisburger Hauptbahnhof. "Die Reparaturwerkstätten sind zum Frühlingsbeginn besonders überlaufen. Da kann es schon mal eine gewisse Zeit dauern, bis man einen Termin bekommt." Das Warten lohne sich aber. "Die Profis können Dinge überprüfen, zu denen Laien nicht ohne Weiteres in der Lage sind - zum Beispiel die Speichen und die Gangschaltung." Laut dem Lucky-Bike-Chef gibt es aber auch eine Reihe von Handgriffen, die jeder Fahrradbesitzer zu Frühlingsbeginn ausführen sollte. Dazu gehören das Überprüfen des Reifendrucks, der Bremsen und das Ölen der Ketten. Vor allem das Ölen sei wichtig, sagt Baars. "Sonst kann sich schnell Rost bilden."

Fahrradkauf Wenn es zum Frühlingsbeginn doch ein neues Fahrrad sein soll, rät der Experte dazu, sich schon vor dem Weg in den Laden genau darüber Gedanken zu machen, wofür das Fahrrad am Ende gut sein soll. "Preis und Modell hängen sehr stark vom persönlichen Bedarf ab", sagt Baars. "In der Stadt sind zum Beispiel jede Menge teure Mountainbikes unterwegs, die hier eigentlich kein Mensch braucht. Das muss doch nicht sein." Wichtig bei der Wahl des Fahrradhändlers sei deshalb ein umfassendes Beratungsangebot. "Ein Radkauf ist immer eine sehr persönliche und sehr beratungsintensive Angelegenheit", sagt Baars. Vom Kauf im Internet rate er ab, "sofern man nicht sehr genau weiß, was man eigentlich kaufen will".

Welches Rad für welchen Zweck? Ein gutes Indiz für die Fahrradwahl sind laut Baars die Namen der einzelnen Fahrradtypen. Ein Citybike zum Beispiel sei tatsächlich vor allem für den Stadtbetrieb gedacht. "Weil es da um normalerweise um kurze Strecken geht, sind die CityFahrräder vergleichsweise schwer." Wer Überlandfahrten plane, der tue sich also keinen Gefallen mit dem Kauf eines Citybikes. "Wer weitere Strecken zurücklegt, sollte über die Anschaffung eines Trecking-Rades nachdenken. Die sind deutlich leichter, aber immer noch robust."

Mountainbikes seien dagegen tatsächlich nur etwas für Sportler, die häufiger im Gelände oder in den Bergen unterwegs seien. Mit den breiten Reifen seien sie nicht auf lange Überlandstrecken ausgelegt. "Außerdem sind die Schaltgruppen und Bremsanlagen für das Gelände konzipiert", erläutert der Rad-Experte. Gute Mountainbikes gebe es schon ab 700 Euro.

E-Bikes Elektromobilität ist "in". Das weiß man in der Fahrradbranche schon seit einigen Jahren. Neu ist, dass die Zielgruppe für Elektrofahrräder immer jünger wird. "Da hat sich echt einiges getan", sagt Baars. "Elektro-Räder sprechen heute eine Zielgruppe ab 25 Jahren an. Es gibt Elektro-Mountainbikes, Trecking-, Renn- und Cruising-Räder- alles, was sie sich vorstellen können." Aus diesem Grund sei die Entscheidung für ein Elektrorad mittlerweile ebenso bedarfsabhängig wie bei normalen Fahrrädern. Wichtig sei die Akkustärke. "Ich kann nur appellieren: Lassen Sie sich beraten. Den Herstellerangaben kann man nicht wirklich vertrauen. Gute E-Bike-Akkus reichen heute im Schnitt für Strecken zwischen 100 und 140 Kilometern."

Die Preise für Elektrofahrräder seien sehr unterschiedlich. "Billig-räder taugen aber meist nichts", sagt Baars. Ein gutes E-Bike koste. "Ordentliche E-Fahrräder mit ordentlichem Akku gibt es ab 2000 Euro."

Quelle: RP
 
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