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Duisburg
Für "Offenes Atelier" im Museum gesungen

Duisburg. Ein besonderer Pluspunkt waren die ausgeglichenen Solobeiträge des Pianisten Aleksandar Filic. Von Ingo Hoddick

Im Lehmbruck-Museum gibt es regelmäßig ein "Offenes Atelier" für Menschen mit Demenz, deren Angehörige und - wie der Name schon sagt - überhaupt alle. Jetzt lief dort dafür ein beachtlich besuchtes Benefizkonzert mit der Sopranistin Liu Wei-Hermann.

Auf dem Programm standen dreizehn beliebte Lieder und Opernarien in chinesischer, deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache. Das ging von "Plaisir d'amour" von Jean Paul Martini bis zu der Zugabe "Tonight" aus dem Edel-Musical "West Side Story" von Leonard Bernstein beziehungsweise von "O del mio dolce ardor" von Christoph Willibald Gluck (1714-1787) bis zu einem chinesischen Lied von dem 1935 geborenen Gu Jianfen, dessen Titel übersetzt lautete "Das bin ich". Die Auswahl und die charmante Präsentation gefielen dem Publikum, auch weil Liu Wei-Hermann die fremdsprachigen Nummern dankenswerter Weise jeweils zuvor kurz und eingängig auf Deutsch zusammenfasste. Wir wollen aber nicht verschweigen, dass das stimmliche Material nicht mehr ganz frisch erschien und das Vibrato sich manchmal ungünstig auf die Intonation auswirkte.

Ein besonderer Pluspunkt waren die ausgeglichenen Solobeiträge des in der serbischen Hauptstadt Belgrad geborenen und inzwischen wie die Sängerin in Düsseldorf lebenden Pianisten Aleksandar Filic, nämlich die "Lieder ohne Worte" op. 30 Nr. 1 und op. 62 Nr. 2 von Felix Mendelssohn sowie die Walzer As-Dur op. 69 Nr. 1 und e-Moll op. posth. von Frédéric Chopin.

Quelle: RP
 
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